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	<title>emancipare &#187; Allgemein</title>
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	<description>Zukunft der Menschheit ∞ Zukunft der Gesellschaft ∞ Aufbruch in die Zukunft</description>
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		<title>Das Ende der Demokratie in Europa</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 12:58:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Finanzkrise bewegt uns nun schon zwei bis drei Jahre, und so lange hat es gedauert bis die die Politik steuernde Finanzdienstleistungsindustrie daraus etwas machen konnte, was vielleicht der letzte Schritt zur endg&#252;ltigen &#220;bernahme der Herrschaft in Europa sein k&#246;nnte. &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=757">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/365138_web_R_K_by_Stephan-Bratek_geralt_pixelio.de_.jpg"><span style="font-size: medium;"><img width="300" height="225" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/365138_web_R_K_by_Stephan-Bratek_geralt_pixelio.de_-300x225.jpg" alt="" title="365138_web_R_K_by_Stephan Bratek_geralt_pixelio.de" class="alignleft size-medium wp-image-758" /></span></a><span style="font-size: medium;">Die Finanzkrise bewegt uns nun schon zwei bis drei Jahre, und so lange hat es gedauert bis die die Politik steuernde Finanzdienstleistungsindustrie daraus etwas machen konnte, was vielleicht der letzte Schritt zur endg&uuml;ltigen &Uuml;bernahme der Herrschaft in Europa sein k&ouml;nnte. Dieser Schritt ist der ESM, der Europ&auml;ische Stabilit&auml;tsmechanismus. Drei Buchstaben, deren Bedeutung kaum jemand versteht, und von denen nur wenige wissen, welche Konsequenzen damit verbunden sind. Dabei kann man sie im derzeit vorliegen </span><a href="http://www.peter-bleser.de/upload/PDF-Listen/E-Mail-Info_Eurostabilisierung/Entwurf_Vertrag_ESM.pdf"><span style="font-size: medium;">Vertragsentwurf</span></a><span style="font-size: medium;"> nachlesen. Und was dort steht, ist nicht nur erschreckend, hier wird das Ende der Demokratie in Europa beschrieben, so wie wir sie kennen. Es ist die konsequente Fortsetzung der Unterdr&uuml;ckung der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung, wie sie im Lissaboner Vertrag festgeschrieben wurde.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">So steht im Vertragsentwurf zum ESM zum Beispiel:</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Artikel 8, Nr 1:<br />
Das Grundkapital betr&auml;gt 700.000.000.000 EUR (siebenhundert Milliarden Euro). Es wird aufgeteilt&nbsp; in&nbsp; 7&nbsp; (sieben)&nbsp; Millionen&nbsp; Anteile&nbsp; mit&nbsp; einem&nbsp; Nennwert&nbsp; von&nbsp; je&nbsp; 100.000&nbsp; EUR (einhunderttausend&nbsp; Euro),&nbsp; die&nbsp; gem&auml;&szlig;&nbsp; dem&nbsp; in&nbsp; Artikel 11&nbsp; definierten&nbsp; und&nbsp; in&nbsp; der&nbsp; Anlage&nbsp; 1 berechneten urspr&uuml;nglichen Beitragsschl&uuml;ssel zur Zeichnung zur Verf&uuml;gung stehen.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Sch&ouml;n und gut, das wissen wir ja schon aus der Presse. Was uns verschwiegen wird, steht in</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Artikel 10, Nr. 1:<br />
<strong>Der&nbsp; Gouverneursrat</strong>&nbsp; pr&uuml;ft&nbsp; regelm&auml;&szlig;ig,&nbsp; mindestens&nbsp; alle&nbsp; f&uuml;nf&nbsp; Jahre,&nbsp; das&nbsp; maximale Ausleihvolumen&nbsp; und&nbsp; ob&nbsp; das&nbsp; genhemigte&nbsp; Grundkapital&nbsp; des&nbsp; ESM&nbsp; hierf&uuml;r&nbsp; angemessen&nbsp; ist.&nbsp; Er <strong>kann die &Auml;nderung des&nbsp; Grundkapitals beschlie&szlig;en</strong> und Artikel 8 und Anlage 2 entsprechend &auml;ndern. <strong>Dieser Beschluss tritt in Kraft, sobald die ESM-Mitglieder die Verwahrstelle</strong> &uuml;ber den Abschluss ihrer geltenden nationalen Verfahren<strong> in Kenntnis gesetzt haben</strong>. Die neuen Anteile werden&nbsp; den&nbsp; ESM-Mitgliedern&nbsp; gem&auml;&szlig;&nbsp; dem&nbsp; in&nbsp; Artikel&nbsp; 11 und&nbsp; in&nbsp; Anlage&nbsp; 1&nbsp; definierten Beitragsschl&uuml;ssel zugeteilt.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Was hei&szlig;t das? Das bedeutet, dass das Leitungsgremium jederzeit eine Erh&ouml;hung des Grundkapitals des ESM beschlie&szlig;en kann, und dieser Beschluss einfach durch Mitteilung wirksam wird. 700 Milliarden reichen nicht? Dann machen wir doch N&auml;gel mit K&ouml;pfen und verdoppeln diesen Betrag einfach! Die deutschen Steuerzahler werden das schon schlucken ...</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Aber es geht noch weiter!</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Artikel 8, Nr. 4:<br />
<strong>Die&nbsp; ESM-Mitglieder</strong>&nbsp; <strong>verpflichten&nbsp; sich</strong>&nbsp; hiermit&nbsp; <strong>bedingungslos&nbsp; und&nbsp; unwiderruflich</strong>,&nbsp; <strong>ihre Einlage</strong>&nbsp; auf&nbsp; das&nbsp; Grundkapital&nbsp; gem&auml;&szlig;&nbsp; dem&nbsp; in&nbsp; Anlage&nbsp; 1 aufgef&uuml;hrten&nbsp; Beitragsschl&uuml;ssel&nbsp; <strong>zu leisten</strong>.&nbsp; Sie&nbsp; haben&nbsp; allen&nbsp; Kapitalabrufen&nbsp; fristgerecht&nbsp; und&nbsp; gem&auml;&szlig;&nbsp; den&nbsp; in&nbsp; vorliegendem&nbsp; Vertrag geregelten Bestimmungen Folge zu leisten.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">zusammen mit</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Artikel 9, Nr. 3:<br />
Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Direktor ruft ausstehende und noch nicht geleistete Einlagen auf das Grundkapital&nbsp; bei&nbsp; Bedarf&nbsp; rechtzeitig&nbsp; ab,&nbsp; um&nbsp; einen&nbsp; Verzug&nbsp; des&nbsp; ESM&nbsp; bez&uuml;glich&nbsp; einer regelm&auml;&szlig;igen&nbsp; oder&nbsp; sonstigen&nbsp; Zahlungsverpflichtung&nbsp; gegen&uuml;ber&nbsp; seinen&nbsp; Gl&auml;ubigern&nbsp; zu vermeiden.&nbsp; &Uuml;ber&nbsp; jegliche&nbsp; Abrufe&nbsp; hat&nbsp; er&nbsp; das&nbsp; Direktorium&nbsp; und&nbsp; den&nbsp; Gouverneursrat&nbsp; zu informieren.&nbsp; Wird&nbsp; festgestellt,&nbsp; dass&nbsp; die&nbsp; dem&nbsp; ESM&nbsp; zur&nbsp; Verf&uuml;gung&nbsp; stehenden&nbsp; Mittel m&ouml;glicherweise&nbsp; nicht&nbsp; ausreichen,&nbsp; so&nbsp; hat&nbsp; der&nbsp; Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende&nbsp; Direktor&nbsp; den/die entsprechenden Kapitalabruf(e) schnellstm&ouml;glich auszuf&uuml;hren, um zu gew&auml;hrleisten, dass der ESM&nbsp; am&nbsp; entsprechenden&nbsp; F&auml;lligkeitsdatum&nbsp; &uuml;ber,&nbsp; f&uuml;r&nbsp; eine&nbsp; vollumf&auml;ngliche&nbsp; Leistung&nbsp; seiner Zahlungsverpflichtungen&nbsp; gegen&uuml;ber&nbsp; seinen&nbsp; Gl&auml;ubigern&nbsp; ausreichende,&nbsp; finanzielle&nbsp; Mittel verf&uuml;gt.&nbsp; <strong>Die&nbsp; ESM-Mitglieder&nbsp; sagen&nbsp; hiermit&nbsp; unwiderruflich&nbsp; und&nbsp; bedingungslos&nbsp; zu</strong>,&nbsp; bei Anforderung <strong>jeglichem</strong>&nbsp; gem&auml;&szlig; vorliegendem Absatz durch den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden&nbsp; Direktor <strong>an&nbsp; sie&nbsp; gerichteten&nbsp; Kapitalabruf&nbsp; binnen&nbsp; 7&nbsp; (sieben)&nbsp; Tagen</strong>&nbsp; nach&nbsp; Erhalt&nbsp; dieser&nbsp; Anforderung <strong>nachzukommen</strong>.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Sch&ouml;n, nicht war? Zuerst darf der ESM bestimmen wieviel Geld die Euro-Staaten zahlen sollen, und dann m&uuml;ssen die Euro-Staaten alle Rechte aufgeben, sich gegen einen derartigen Beschluss zu wehren. Was ist, wenn eine neu gew&auml;hlte Regierung das nicht mehr will? Dieser Vertrag ist unwiderruflich, und die Staaten haben kein Recht mehr Bedingungen zu stellen. Die Euro-Staaten verlieren vollst&auml;ndig ihre finanzielle Souver&auml;nit&auml;t.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Aber damit sind wir noch nicht am Schluss!</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Artikel 27, Nr 3 bis 6:<br />
3. Der&nbsp; ESM,&nbsp; sein&nbsp; Eigentum,&nbsp; seine&nbsp; Finanzmittel&nbsp; und&nbsp; Verm&ouml;genswerte&nbsp; genie&szlig;en&nbsp; unabh&auml;ngig von ihrem Standort und Besitzer <strong>umfassende gerichtliche Immunit&auml;t</strong>, jedoch nicht, soweit der ESM&nbsp; f&uuml;r&nbsp; die&nbsp; Zwecke&nbsp; eines&nbsp; Verfahrens&nbsp; oder&nbsp; aufgrund&nbsp; der&nbsp; Bedingungen&nbsp; eines&nbsp; Vertrags, einschlie&szlig;lich&nbsp; der&nbsp; Unterlagen&nbsp; der&nbsp; Gr&uuml;ndungsurkunden,&nbsp; ausdr&uuml;cklich&nbsp; auf&nbsp; seine&nbsp; Immunit&auml;t verzichtet.&nbsp; <br />
4. Das Eigentum, die Finanzmittel und Verm&ouml;genswerte des ESM sind unabh&auml;ngig davon, wo und&nbsp; in&nbsp; wessen&nbsp; Besitz&nbsp; sie&nbsp; sich&nbsp; befinden,&nbsp; <strong>von&nbsp; Zugriff&nbsp; durch&nbsp; Durchsuchung,&nbsp; Beschlagnahme, Einziehung,&nbsp; Enteignung</strong>&nbsp; und&nbsp; jede&nbsp; andere&nbsp; Form&nbsp; der&nbsp; <strong>Inbesitznahme,&nbsp; Wegnahme&nbsp; oder Zwangsvollstreckung&nbsp; durch&nbsp; Regierungshandeln&nbsp; oder&nbsp; auf&nbsp; dem&nbsp; Gerichts-,&nbsp; Verwaltungs-&nbsp; oder Gesetzesweg befreit</strong>.&nbsp; <br />
5.&nbsp; <strong>Die</strong>&nbsp; Archive&nbsp; des&nbsp; ESM&nbsp; und&nbsp; alle&nbsp; ihm&nbsp; geh&ouml;renden&nbsp; oder&nbsp; in&nbsp; seinem&nbsp; Besitz&nbsp; befindlichen <strong>Dokumente </strong>im Allgemeinen <strong>sind unverletzlich</strong>.&nbsp;&nbsp; <br />
6. <strong>Die R&auml;umlichkeiten des ESM sind unverletzlich</strong>.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Artikel 30, Nr. 1:<br />
Die&nbsp; Gouverneursratsmitglieder,&nbsp; stellvertretenden&nbsp; Gouverneursratsmitglieder,&nbsp; Direktoren, stellvertretenden&nbsp; Direktoren,&nbsp; der&nbsp; Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende&nbsp; Direktor&nbsp; und&nbsp; <strong>das&nbsp; Personal&nbsp; genie&szlig;en Immunit&auml;t</strong>&nbsp; von&nbsp; der&nbsp; Gerichtsbarkeit&nbsp; <strong>hinsichtlich&nbsp; </strong>der&nbsp; in&nbsp; <strong>ihrer&nbsp; </strong>amtlichen&nbsp; Eigenschaft vorgenommenen&nbsp; <strong>Handlungen&nbsp; und&nbsp; Unverletzlichkeit&nbsp; in&nbsp; Bezug&nbsp; auf&nbsp; ihre&nbsp; amtlichen Schriftst&uuml;cke</strong>,&nbsp; jedoch&nbsp; nicht,&nbsp; wenn&nbsp; und&nbsp; soweit&nbsp; der&nbsp; Gouverneursrat&nbsp; diese&nbsp; Immunit&auml;t ausdr&uuml;cklich aufhebt.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Das ESM und sein Personal ist von jeglicher Haftung befreit und darf tun was es will, ohne das Staaten oder Beh&ouml;rden den ESM &uuml;berpr&uuml;fen oder zur Rechenschaft ziehen d&uuml;rfen. Ein Freibrief, wie ihn bestenfalls mittelalterliche Despoten besa&szlig;en!</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Zum Schlu&szlig; noch ein kleines Detail:</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Artikel 31, Nr. 5:<br />
Das&nbsp; Personal&nbsp; des&nbsp; ESM&nbsp; unterliegt&nbsp; f&uuml;r&nbsp; die&nbsp; vom&nbsp; ESM gezahlten&nbsp; Geh&auml;lter&nbsp; und&nbsp; Bez&uuml;ge&nbsp; nach Ma&szlig;gabe der vom Gouverneursrat zu beschlie&szlig;enden Regeln einer internen Steuer zugunsten des&nbsp; ESM.&nbsp; Ab&nbsp; dem&nbsp; Tag&nbsp; der&nbsp; Erhebung&nbsp; dieser&nbsp; Steuer&nbsp; sind&nbsp; diese&nbsp; Geh&auml;lter&nbsp; und&nbsp; Bez&uuml;ge&nbsp; von&nbsp; der staatlichen Einkommensteuer befreit.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Das ESM beschlie&szlig;t f&uuml;r seine Mitarbeiter die H&ouml;he der Einkommensteuer selbst, und zahlt diese an sich selbst aus. Genial!</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Wenn man diesen Entwurf analysiert, sieht dies so aus, dass der ESM &uuml;ber  das Verm&ouml;gen und die Einkommen aller Euro-L&auml;nder in faktisch  unbegrenzter H&ouml;he verf&uuml;gen kann (Artikel 8 Nr. 1 in Verbindung mit  Artikel 10 Nr. 1) und die Staaten ohne Einspruchs- und Widerstandsrechte  Zahlungsaufforderungen des ESM sofort Folge leisten m&uuml;ssen (Artikel 8  Nr. 4 in Verbindung mit Artikel 9 Nr. 3). Gleichzeitig ist der ESM und  dessen Personal jeglicher staatlicher Kontrolle und Ma&szlig;regelung entzogen  und ist weder einer Legislative noch einer Judikative unterworfen  (Artikel 27 und Artikel 30).</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Das ist der dreisteste Versuch die Herrschaft in Europa einer nichtdemokratisch legitimierten Organisation zu &uuml;bergeben, der mir bisher untergekommen ist. Jeder m&ouml;ge bitte seinen Bundestagsabgeordneten anschreiben und darauf hinweisen. Ich bin &uuml;berzeugt davon, dass unsere Ja-Sager im Parlament dies bislang noch gar nicht richtig zur Kenntnis genommen haben.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><em>(c) Foto: Stephan Bratek/geralt &nbsp;/ pixelio.de</em></span></p>
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		<title>Projekt Fugium</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 14:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[emancipare ist das Ergebnis jahrzehntelangen Beobachtens und Nachdenkens. Auf diesen Seiten habe ich vor allem beschrieben, was ich als Irrwege unserer zivilisatorischen Konstruktion und Entwicklung erkenne. Wenn man meine Beitr&#228;ge der vergangenen Jahre auf diesen Seiten liest, kann man - &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=630">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-640" href="http://emancipare.org/?attachment_id=640"><img width="200" height="182" align="left" class="alignleft size-medium wp-image-640" title="398370_r_k_b_by_stephanie-hofschlaeger_pixelio-klein" alt="398370_r_k_b_by_stephanie-hofschlaeger_pixelio-klein" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/398370_r_k_b_by_stephanie-hofschlaeger_pixelio-klein-300x273.jpg" /></a>emancipare ist das Ergebnis jahrzehntelangen Beobachtens und  Nachdenkens. Auf diesen Seiten habe ich vor allem  beschrieben, was ich als Irrwege unserer zivilisatorischen Konstruktion  und Entwicklung erkenne. Wenn man meine Beitr&auml;ge der vergangenen  Jahre auf diesen Seiten liest, kann man - durchaus zurecht - annehmen,  es hier mit einem weiteren Untergangspropheten zu tun zu haben. Aber mir  ging es nie nur darum auf die Fehler, die Schwachstellen, die  Katastrophen hinzuweisen, die ja auch an so vielen anderen Stellen  erkannt und beschrieben werden. Mir geht es vor allem darum eine L&ouml;sung  zu finden und anzubieten. Diese habe ich nun.</p>
<p>Ich nenne es das  <a href="http://emancipare.org/?page_id=140">Projekt Fugium</a>, und dieses Projekt wird das zweite Bein sein, auf dem  sich eine lebenswerte Zukunft f&uuml;r die Menschheit stabil entwickeln kann.  emancipare wird sich weiterhin auf theoretischer und politischer Ebene mit den notwendigen Ver&auml;nderungen in unserer Gesellschaft auseinandersetzen, das Projekt Fugium ist ein Versuch die Ideen von emancipare Wirklichkeit werden zu lassen.</p>
<p><em><span style="font-size: smaller;">(c) Foto: Stephanie Hofschl&auml;ger / pixelio.de</span></em></p>
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		<title>Hunger</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Dec 2010 14:12:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Transport]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/?attachment_id=609" rel="attachment wp-att-609"><img width="300" height="225" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/345176_r_by_rike_pixelio-klein-300x225.jpg" alt="345176_r_by_rike_pixelio-klein" title="345176_r_by_rike_pixelio-klein" class="alignleft size-medium wp-image-609" /></a>In diesen Tagen werden wir dar&uuml;ber informiert, dass es einen neuen Kraftstoff f&uuml;r unsere Autos gibt. Einen besonders guten Kraftstoff, denn er ist BIO und hei&szlig;t so, weil dort BIO-Ethanol drin ist. 10% dieses Kraftstoffs ist nicht aus Mineral&ouml;l, sondern aus Mais oder anderem Getreide, also nicht mineralisch, sondern biologisch. Was bedeutet dies?</p>
<p>Ganz einfach: W&auml;hrend weltweit t&auml;glich (!) &uuml;ber 30.000 Menschen verhungern, die meisten davon Kinder, verwenden wir Lebensmittel um unsere Autos zu betreiben. W&auml;hrend &uuml;ber 1 Milliarde Menschen in der Welt nicht genug zu essen haben, klopfen wir uns auf die Schultern, weil es uns nun gelungen ist, mit Lebensmitteln Autos zu fahren. Zynischer geht es wohl kaum noch. Weil nun der westliche Verkehrsfetischismus Lebensmittel nachfragt um die st&auml;ndig wachsende Zahl von Autos betreiben zu k&ouml;nnen, werden die Tortillas in Mexiko noch teurer und wird noch mehr Urwald abgeholzt. Zuckerrohr oder Mais mutieren pl&ouml;tzlich vom Lebensmittel zum ungleich profitableren Industrierohstoff, und die Kraftstoffindustrie tritt - zus&auml;tzlich zur Fleischindustrie - nun auch noch ein in den Wettbewerb um die st&auml;ndig schrumpfenden Ackerbaufl&auml;chen in der Welt.</p>
<p>Eigentlich ist dies nur konsequent. Der &uuml;berm&auml;&szlig;ige Fleischverzehr in den wohlhabenden Regionen der Erde alleine reicht wohl nicht aus um die Quote der hungernden und verhungernden Menschen (vor allem Kinder) weiterhin wachsen zu lassen. Jetzt m&uuml;ssen wir Nahrung auch noch in die Tanks unserer Autos sch&uuml;tten. Unsere Regierung jedenfalls findet das Klasse. Auf die Idee, dass man CO&sup2; durch Verzicht auf Autofahren einsparen k&ouml;nnte, kommt sie ja offensichtlich nicht. Oder darf sie nicht kommen, weil die deutsche Automobilindustrie ihr dies verboten hat. Dann doch lieber noch ein paar zehntausend verhungerte Kinder mehr - je Tag.</p>
<p><em><span style="font-size: smaller;">(c) Foto: Rike /&nbsp;pixelio.de</span></em></p>
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		<title>Armageddon</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 00:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bevölkerungswachstum]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe es bereits an anderer Stelle geschrieben: Menschen haben ein Problem mit der Zeit. Dies ist besonders fatal, wenn ein weiteres grunds&#228;tzliches Verst&#228;ndnisproblem hinzukommt. Menschen verstehen die Exponentialfunktion nicht. Sie verstehen die Konsequenz von Wachstum nicht. Das f&#252;r die &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=473">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/?attachment_id=474" rel="attachment wp-att-474"><img width="300" vspace="2" hspace="2" height="170" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/150097_r_by_klicker_pixelio-klein-300x170.jpg" alt="150097_r_by_klicker_pixelio-klein" title="150097_r_by_klicker_pixelio-klein" class="alignleft size-medium wp-image-474" /></a>Ich habe es bereits an anderer Stelle geschrieben: Menschen haben ein Problem mit der Zeit. Dies ist besonders fatal, wenn ein weiteres grunds&auml;tzliches Verst&auml;ndnisproblem hinzukommt. Menschen verstehen die Exponentialfunktion nicht. Sie verstehen die Konsequenz von Wachstum nicht.</p>
<p>Das f&uuml;r die Zukunft der Menschheit bedrohlichste Wachstum ist das Bev&ouml;lkerungswachstum. Seit etwa etwa 400 Jahren liegt es weltweit immer &uuml;ber 0,5% je Jahr, seit Beginn der Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts immer &uuml;ber 1%. Derzeit liegt es weltweit bei etwa 1,2%.</p>
<p>Das klingt nun nicht besonders dramatisch. Auch nicht, wenn man ausrechnet, dass bei einem st&auml;ndigen Wachstum von 1% die Bev&ouml;lkerung sich alle 70 Jahre, bei 0,5% sogar nur alle 140 Jahre verdoppelt. Dies scheint aber nur so unkritisch, weil wir die Wirkung einer Exponentialfunktion nicht verstehen, und weil wir Zeitr&auml;ume, die &uuml;ber eine Generation hinausgehen, einfach in unserem Bewusstsein ausblenden. </p>
<p>1% Bev&ouml;lkerungswachstum jedes Jahr (das ist der Betrag, den wir seit &uuml;ber 100 Jahren stets - und teilweise deutlich - &uuml;berschreiten) wird dazu f&uuml;hren, dass sich bereits in 500 Jahren die Zahl der Menschen um etwa das 130fache auf dann 1 Billion Menschen erh&ouml;ht. Bei 0,5%, ein Wert, der seit dem 30j&auml;hrigen Krieg nicht mehr unterschritten wurde, und den auch China mit seiner rigorosen 1-Kind-Politik nicht unterschreiten konnte (tats&auml;chlich steigt die Wachstumsrate dort seit fast 10 Jahren wieder), wird diese Zahl in etwa 1000 Jahren erreicht. Und: bei gleichbleibendem Wachstum verdoppelt sich dieser Wert auf dann 2 Billionen bereits nach weiteren 70 bzw. 140 Jahren ...</p>
<p>Auch wenn wir es uns &uuml;berhaupt nicht vorstellen k&ouml;nnen, wie ein oder zwei Billionen Menschen auf unserem Planeten Platz finden sollen, ist dies nicht das eigentliche Problem: Schon viel fr&uuml;her werden wir die wachsende Menschenzahl nicht mehr ern&auml;hren und versorgen k&ouml;nnen. Bereits heute ist die auf dem Planeten f&uuml;r Landwirtschaft verf&uuml;gbare Fl&auml;che ausgereizt, weitere Waldrodungen f&uuml;hren nur zu verst&auml;rkter Erosion und dem endg&uuml;ltigen und zus&auml;tzlichen Verlust von urbarem Boden. Die erreichbaren Vorr&auml;te des Rohstoffs Phosphor, ein wesentlicher und nicht ersetzbarer Rohstoff f&uuml;r Kunstd&uuml;nger und zentraler St&uuml;tzpfeiler der Agrarproduktion, werden nur noch bis etwa Ende dieses Jahrhunderts reichen. Ein Ersatz ist nicht in Sicht. Die prognostizierten Folgen der Klimaver&auml;nderungen sind dann nur noch ein weiterer Aspekt dieses Szenarios.</p>
<p>Wenn sich nicht sehr schnell etwas sehr grundlegend &auml;ndert, werden wir sp&auml;testens gegen Ende dieses Jahrhunderts, wenn mit ca. 15 Milliarden (+/- 1 Mrd) gut doppelt soviele Menschen auf unserem Planeten leben werden wie heute, einen Krieg um Nahrung, Wasser und Ressourcen f&uuml;hren, der alle bisherigen Kriege in den Schatten stellen wird. Das einzig &quot;Positive&quot; wird dann sein, dass bis dahin &Ouml;l und Metalle soweit verbraucht sind, dass kein Material mehr f&uuml;r die Produktion und den Betrieb von Kriegswaffen heutiger Technologie verf&uuml;gbar sein wird. Dieser Krieg wird wieder zu Pferde und mit dem Schwert enden.</p>
<p>Ausl&ouml;ser wird der Zusammenbruch des Weltwirtschafts- und Finanzsystems sein, weil das f&uuml;r dessen Funktionieren notwendige (um die Mittel f&uuml;r Zinszahlungen erwirtschaften zu k&ouml;nnen) Wirtschaftswachstum von global mindestens ca. 3% angesichts schwindender Ressourcen nicht mehr lange aufrechterhalten werden kann (das durchschnittliche globale Wirtschaftswachstum der letzten 60 Jahre lag &uuml;brigens bei ca. 4,7% p.a.). Mit (nur) 3% Wirtschaftswachstum werden wir gegen Ende dieses Jahrhunderts etwa 15 mal soviel auf unserem Planeten produzieren m&uuml;ssen, wie wir es heute tun. Dies ist schlichtweg unm&ouml;glich, und damit wird sich das Wirtschaftssystem als unm&ouml;glich erweisen und kollabieren.</p>
<p>Angesichts dieser Situation haben wir nunmehr nur noch wenige Optionen:</p>
<p>1. Wir tun nichts. Ende dieses Jahrhunderts werden ca. 15  Milliarden Menschen (+/- 1 Mrd.) um die verbliebenen Ackerbaufl&auml;chen,  Trinkwasservorr&auml;te und Ressourcen einen Krieg f&uuml;hren, wie es ihn in der  Geschichte der Menschheit noch nicht gegeben hat, und in dem der Gro&szlig;teil  der Menschheit verhungern, verdursten, an Krankheiten sterben, oder im Krieg als  Soldat oder ziviler Kollateralschaden get&ouml;tet wird. Sofern  die Nuklearstaaten ihre Waffen nicht einsetzen, werden nach einigen  Jahrzehnten Krieg die verbliebenen 1 bis 2 Mrd. Menschen im Rahmen einer  Gesellschaft irgendwo zwischen Mad Max und Auenland versuchen eine neue  Zivilisation aufzubauen. Zu Pferde. Der Preis f&uuml;r dieses Nichtstun sind mehr als 10 Milliarden Kriegsopfer, &uuml;ber 10 Milliarden Menschen die vergiftet, verbrannt, erschossen, zu Tode gefoltert werden, oder einfach verhungern oder an Krankheiten und Verletzung sterben, weil es kein Essen, kein Wasser, keine medizinische Versorgung mehr gibt.</p>
<p>2. Wir investieren mit einer  nie gekannten Konsequenz und in einem gewaltigen Umfang Geld in die  Erfindung neuer technologischer Wunder (welcher auch immer), die es  unserem Planeten erm&ouml;glichen bis zum Ende des &uuml;bern&auml;chsten Jahrhunderts  50 Milliarden Menschen zu ern&auml;hren und zu versorgen  (Bev&ouml;lkerungswachstum ist geometrisches Wachstum!). Danach werden auch  technologische Wunder nicht mehr helfen. Den Anfang k&ouml;nnte z.B. die  Umwidmung der j&auml;hrlich etwa 1,5 Billionen USD machen, die weltweit  derzeit f&uuml;r Krieg und Milit&auml;r ausgegeben werden. Wenn die Rettung der  Banken (und damit der Verm&ouml;gen der Reichen) weltweit eine knappe Billion  USD aktivieren konnte, dann sollte die Rettung der Menschheit dies erst  recht erm&ouml;glichen. Dies w&uuml;rde uns etwa vielleicht 100 Jahre zus&auml;tzliche Zeit verschaffen, eine letzte Gnadenfrist um das Problem zu l&ouml;sen.</p>
<p>3. Wir f&uuml;hren weltweit die  Zwangssterilisation ein. Jede Frau darf zwei Kinder  geb&auml;ren und wird danach sterilisiert. Kindersterblichkeit durch  Geburtsprobleme, Unf&auml;lle oder Krankheiten wird ausgeglichen durch Menschen, die sich  diesem Zwang irgendwie entziehen k&ouml;nnen. Im Ergebnis wird die  Bev&ouml;lkerung unseres Planeten dann bei etwa 7 bis 8 Mrd. Menschen stabilisiert,  wenn dies in den n&auml;chsten Jahren durchgesetzt wird. Wenn wir dann  gleichzeitig beginnen, Konsum und Energieverbrauch zu stigmatisieren und  kriminalisieren und damit vor allem in den Industriel&auml;ndern um Gr&ouml;&szlig;enordnungen zu reduzieren, haben wir eine Chance, dass unsere Zivilisation  solange &uuml;berlebt, bis neue Technologien eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von Menschen  m&ouml;glich machen.</p>
<p>4. Wir schaffen ein Ventil f&uuml;r die  &Uuml;berbev&ouml;lkerung, das hei&szlig;t, wir beginnen sofort daran zu arbeiten, dass  Menschen in gro&szlig;er Zahl den Planeten und das Sonnensystem verlassen  k&ouml;nnen. Ein Terraformen des Mars wird nicht reichen (geometrisches  Wachstum der Bev&ouml;lkerung!), wir m&uuml;ssen tausende von Generationenschiffen  bauen, in denen jeweils hunderttausende von Menschen &uuml;ber Jahrhunderte oder Jahrtausende leben k&ouml;nnen auf der Suche nach alternativen Planeten au&szlig;erhalb unseres Sonnensystems. Dass auf diesen  Schiffen eine strenge Geburtenkontrolle und nachhaltiges  (wachstumsfreies) Wirtschaften erforderlich ist, versteht sich von  selbst. </p>
<p>5. Wir entwickeln ein v&ouml;llig neues globales  Gesellschaftssystem, dessen politische Ordnung und wirtschaftliches  System auf Vernunft, Nachhaltigkeit und Selbstbeschr&auml;nkung aufbaut, und  die Weltbev&ouml;lkerung dahingehend &uuml;berzeugend schult und motiviert, dass  sie freiwillig nur noch nachhaltig konsumiert und sich nur noch  kontrolliert vermehrt. </p>
<p>Ignorieren wir Option 2 bis 5, dann tritt Option 1 ein, dann beteiligen wir uns heute am gewaltsamen Tod von mehra als 10 Milliarden Menschen im kommenden Jahrhundert. Das ist so unvermeidlich, dass man das mit einfachster Mathematik ausrechnen kann. Der WWF hat dies bereits getan und kommt zum Schluss, das bereits ab 2035 der weltweite Bedarf an Nahrung, Energie und Fl&auml;che das Leistungsverm&ouml;gen unseres Planeten um das Doppelte &uuml;bersteigt. Dies kann nur vermieden werden, wenn wir <strong>heute </strong>beginnen  die notwendigen Ma&szlig;nahmen einzuleiten.</p>
<p>Die Vereinten Nationen haben dies auch erkannt, und als Ma&szlig;nahme dagegen festgestellt, dass bis zum Jahr 2050 das Bev&ouml;lkerungswachstum auf etwa 0,35% sinken wird. Wie das erreicht werden soll, ist f&uuml;r mich nicht nachvollziehbar (siehe das Ergebnis von Chinas drastischer 1-Kind-Politik), und ich habe bisher auch keine diesbez&uuml;gliche Erkl&auml;rung der UN gefunden, aber auch wenn dies tats&auml;chlich eintreten sollte, dann &auml;ndert das nichts: Die Zahl von 1 Billion Menschen wird dann zwar erst in etwa 1300 Jahren erreicht, der Krieg um Nahrung, Wasser und planetarische Ressourcen verz&ouml;gert sich damit aber um nur vielleicht 50 Jahre, wenn &uuml;berhaupt, weil die Bev&ouml;lkerung bis zum Ende dieses Jahrhunderts dennoch um mehrere Milliarden steigt und die verf&uuml;gbaren Ressourcen dennoch bis dahin versiegen.</p>
<p>Wir stehen an der Schwelle zum Armageddon, wissen es, k&ouml;nnen es mit einfachsten Mitteln ausrechnen und prognostizieren, aber wir verschlie&szlig;en die Augen und tun nichts. Unsere Spezies wird diese Katastrophe vielleicht &uuml;berleben, wenn keine der Atomm&auml;chte Nuklearwaffen in dem kommenden Krieg einsetzt, aber der weit &uuml;berwiegende Teil der Menschheit wird an Krankheiten sterben, verhungern oder get&ouml;tet. Milliarden Menschen. Unsere Generation, und die zwei oder drei vor uns, sind schuld daran, weil wir in wahnsinniger Habgier und V&ouml;llerei alles verbrauchten und verbrauchen, was unser Planet hat, und uns hemmungslos und verantwortungslos explosionsartig vermehren. Wir k&ouml;nnen nur hoffen, dass es tats&auml;chlich keinen Gott gibt, der uns daf&uuml;r richten wird.<span class="postbody"> </span></p>
<p><span class="postbody">Ich w&uuml;rde mich freuen, wenn jemand dieses Szenario, diese Analyse, mit Fakten anstatt mit Spekulation und Wunschdenken als falsch widerlegt.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: smaller;"><em>(c) Foto: Klicker / pixelio.de</em></span></p>
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		<title>Brakteaten-Geld</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 11:17:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Es erstaunt mich immer wieder, welche interessanten Ideen im Mittelalter zu finden sind. Eine dieser Ideen sind die Brakteaten. Das emancipare-Konzept strebt den Verzicht auf Geld an - aber bis wir soweit sind, wird noch viel Zeit vergehen. Bis dahin &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=372">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="270" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-373" title="brakteat_von_djupbrunns" alt="brakteat_von_djupbrunns" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/brakteat_von_djupbrunns-270x300.jpg" />Es erstaunt mich immer wieder, welche interessanten Ideen im Mittelalter zu finden sind. Eine dieser Ideen sind die Brakteaten.</p>
<p>Das emancipare-Konzept strebt den Verzicht auf Geld an - aber bis wir soweit sind, wird noch viel Zeit vergehen. Bis dahin brauchen wir L&ouml;sungen, die zwar noch auf Geld basieren, aber den Missbrauch des Konzeptes &quot;Geld&quot; verhinderen oder erschweren.</p>
<p>Durch einen Bekannten bin ich auf die Brakteaten aufmerksam gemacht worden. Brakteaten waren eine Art Schwundgeld im Mittelalter, und f&uuml;r gut 200 Jahre, vom 12. Jahrhundert bis zum 14. Jahrhundert das dominierende Geld im deutschsprachigen Raum, und wurden dar&uuml;berhinaus bis ins 18. Jahrhundert verwendet.</p>
<p>Die Brakteaten wurden von Landesherren (F&uuml;rsten, Herzoge) herausgegeben, die vom Kaiser das M&uuml;nzrecht erhalten hatten. Das hei&szlig;t, diese M&uuml;nzherren waren die Einzigen, die Geld produzieren durften. Ein anderer Aspekt der Brakteaten ist f&uuml;r mich aber wesentlich interessanter: Das Schlaggeld.</p>
<p>Im Mittelalter gab es keine computerunterst&uuml;tzte Steuerb&uuml;rokratie wie wir sie jetzt kennen, das faire und vollst&auml;ndige Eintreiben von Steuern war ein noch viel gr&ouml;&szlig;eres Problem als es das heute ist. Mit dem Schlaggeld wurde dieses Problem auf eine best&uuml;rzend einfache Weise gel&ouml;st: Alle Brakteaten waren nur eine bestimmte Zeit lang g&uuml;ltig, und wurden zum Teil mehrmals j&auml;hrlich gegen neue Brakteaten eingetauscht, wobei z.B. man f&uuml;r 4 alte Brakteaten 3 neue erhielt: Eine faktische&nbsp; Steuer in H&ouml;he von 25%, wenn dies einmal j&auml;hrlich gemacht wurde. Dieser einbehaltene Brakteat wurde Schlaggeld genannt, und war f&uuml;r viele M&uuml;nzherren die einzige Steuereinnahme.</p>
<p>Dieses Schlaggeld hatte aber noch einen weiteren, wesentlich bedeutenderen Effekt: es machte es unattraktiv Geld zu horten oder damit zu spekulieren. Geld, das ausgegeben war, hatte man ja nicht mehr, und deshalb brauchte man auch keine Steuern bezahlen. Also waren alle bestrebt, ihr Geld auszugeben - was zum Bau grandioser St&auml;dte im Mittelalter f&uuml;hrte.</p>
<p><strong>Wenn wir dies also in unsere heutige Zeit &uuml;bertragen w&uuml;rden: </strong></p>
<ul>
<li>Der Staat bekommt die Geldhoheit: Banken k&ouml;nnen nur noch das Geld als Kredit vergeben, was sie auch tats&auml;chlich (als Einlagen oder selbst aufgenommene Kredite) besitzen -&nbsp; sie k&ouml;nnen nicht mehr &uuml;ber Kreditvergabe Geld herstellen.</li>
<li>Der Staat tauscht das vorhandene Geld alle 6 Monate im Verh&auml;ltnis 4:3 (oder was auch immer) um, und beh&auml;lt das Schlaggeld als Steuereinnahme. Im Gegenzug werden alle anderen Steuern abgeschafft.</li>
<li>Durch diesen Umtausch verliert alles angelegte Geld zweimal im Jahr 25% an Wert, was dazu f&uuml;hrt, dass jeder sein Geld so schnell wie m&ouml;glich ausgeben wird: &Uuml;ber 5 Billionen &euro;, die derzeit angelegt sind, werden alleine in Deutschland pl&ouml;tzlich investiert, Arbeitslosigkeit wird zum Fremdwort.</li>
</ul>
<p>Die Details sind nat&uuml;rlich noch abzukl&auml;ren, und w&uuml;rden sicherlich ein Buch f&uuml;llen, aber die Idee an sich ist spannend. Ich werde dar&uuml;ber weiter nachdenken.</p>
<p><em><span style="font-size: smaller;">Foto (c) wikipedia.de</span></em></p>
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		<title>Parteien oder Demokratie?</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 20:49:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Staat und Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag ist Teil 5 von 5 Teilen der Serie Die antidemokratische ParteienoligarchieDass die etablierten Parteien die Strukturen geschaffen haben, ihre eigene Position gegen Neuankömmlinge in der Parteienlandschaft leicht verteidigen zu können, habe ich in den anderen Teilen dieser Artikelserie &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=359">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="seriesmeta">Dieser Beitrag ist Teil 5 von 5 Teilen der Serie  <a href="http://emancipare.org/?taxonomy=series&term=parteienoligarchie" class="series-42" title="Die antidemokratische Parteienoligarchie">Die antidemokratische Parteienoligarchie</a></div><p><img class="alignleft size-medium wp-image-360" title="360249_r_by_marco-barnebeck_pixelio-klein" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/360249_r_by_marco-barnebeck_pixelio-klein-300x200.jpg" alt="360249_r_by_marco-barnebeck_pixelio-klein" height="200" width="300"/>Dass die etablierten Parteien die Strukturen geschaffen haben, ihre eigene Position gegen Neuankömmlinge in der Parteienlandschaft leicht verteidigen zu können, habe ich in den anderen Teilen dieser Artikelserie bereits gezeigt. Bleibt noch eine letzte Frage zu beantworten: Warum eigentlich Parteien? Man könnte ja auf die Idee kommen, diesen offensichtlichen Machtmissbrauch der etablierten Parteien dort auszuhebeln, wo die Parteien ihre Existenzberechtigung ableiten. Brauchen wir Parteien für die Demokratie, müssen wir sie gar haben?</p>
<p>Schauen wir uns die Gesetzeslage an: Art. 21 des Grundgesetzes sagt im ersten Absatz "Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit." Alles Weitere im Grundgesetz zu Parteien versucht nur den Missbrauch von Parteien zu verhindern. Gut, hier ist offensichtlich kein Exklusivitätsanspruch abzuleiten, laut Grundgesetz dürfen Parteien mitwirken, ein Bestimmungsrecht ist hier nicht verankert.</p>
<p>Wenden wir uns nun dem Parteiengesetz zu. Dieses Gesetz ist erst 1967 verabschiedet worden, zu einer Zeit also, als die Parteiendemokratie und ihre mächtigsten Vertreter bereits fest im Sattel der Macht saßen. Kein Wunder, dass dieses Gesetz in recht eigenwilliger Weise eine Ermächtigung für die Rolle der Parteien aus dem Grundgesetz abgeleitet hat. §1 Abs.1 des PartG sagt nun plötzlich: "Die Parteien sind ein verfassungsrechtlich notwendiger Bestandteil der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Sie erfüllen mit ihrer freien, dauernden Mitwirkung an der politischen Willensbildung des Volkes eine ihnen nach dem Grundgesetz obliegende und von ihm verbürgte öffentliche Aufgabe."</p>
<p>Wo bitte steht im Verfassungsrecht, dass Parteien <em>notwendig </em>sind? Wo überträgt das Grundgesetz den Parteien die <em>Aufgabe</em> zur Mitwirkung an der politischen Willensbildung? Ist Art. 21 des Grundgesetzes nicht eher als Erlaubnis zu verstehen, denn als Verpflichtung? Auch die freiheitlich-demokratische Grundordnung erfordert keine Parteien. Parteien sind (überraschenderweise) in der Legaldefinition dieses Begriffes des Bundesverfassungsgesetzes von 1990 nicht mehr vorgesehen, anders noch als in der Erläuterung des Bundesverfassungsgerichtes von 1952, in der das Mehrparteienprinzip noch als Wesenmerkmal der freiheitlich-demokratischen Grundordnung Erwähnung fand.</p>
<p>Die Parteien haben im deutschen Rechtssystem keine Grundlage für ihre Machtposition, außer der von den Parteien selbst geschaffenen im Parteiengesetz. Und genau dieses Gesetz schafft das Fundament dafür, dass die Machtbastionen der etablierten Parteien so gut wie uneinnehmbar bleiben. Es ist das grundsätzliche Problem der Macht: Wer sie hat, nutzt sie um die Strukturen so zu gestalten, dass sie bleibt. Hier versagt die Gewaltenteilung, da die Parteien der gemeinsame Nenner der Machthabenden in Legislative, Exekutive und Judikative sind. Politische Macht ist heute außerhalb der Parteien unmöglich gemacht worden, und innerhalb des Parteisystems haben sich die wirklich Mächtigen unter Nutzung der Möglichkeiten, die ihnen diese Macht bietet, gegen Angriffe so weit wie möglich abgesichert.</p>
<p>Das Parteiensystem führt die Qualität "freiheitlich-demokratisch" unserer Grundordnung ad absurdum: Es schränkt in unzulässiger die Freiheit ein, an der politischen Willensbildung mitzuwirken, weil die Strukturen der politischen Willensbildung von den Parteien so gestaltet wurden, dass sie außerhalb des Parteiensystems faktisch nicht mehr möglich ist. Es entmachtet die Demokratie, da eine demokratische Mitwirkung faktisch nur noch innerhalb der Regelwerke von Parteien möglich sind, und alle diejenigen, die sich nicht an Parteien binden wollen, von der Teilhabe an der demokratischen Willensbildung ausgeschlossen werden.</p>
<p>Es stellt sich nun nur noch die Frage, wer denn die Parteien beeinflusst, wer die Mächtigen der Politik lenken kann. Aber dies ist ein anderes Thema ...</p>
<p><em><span style="font-size: smaller;">Foto (c) Marco Barnebeck / pixelio.de</span></em></p>
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		<title>Umverteilung</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 17:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Umverteilung 1. Teil: Im Jahr 2007 gab es in Deutschland ca. 43 Millionen Menschen, die durch Arbeit zusammen knapp 1,2 Bil &#8364; an Einkommen erzielt haben. Von diesem Einkommen hat der Staat durch Abgaben und Steuern 53% oder gut 620 &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=347">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="300" height="201" class="alignleft size-medium wp-image-348" title="geldumverteilung" alt="geldumverteilung" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/geldumverteilung-300x201.jpg" /><strong>Umverteilung 1. Teil:</strong> Im Jahr 2007 gab es in Deutschland ca. 43 Millionen Menschen, die durch Arbeit zusammen knapp 1,2 Bil &euro; an Einkommen erzielt haben. Von diesem Einkommen hat der Staat durch Abgaben und Steuern 53% oder gut 620 Mrd &euro; einbehalten. Von diesem Geld wurden ca. 370 Mrd &euro; an diejenigen verteilt, die nicht arbeiten konnten oder wollten: Kinder und Rentner, Kranke und Arbeitslose.</p>
<p><strong>Umverteilung 2. Teil:</strong> Im gleichen Jahr verzeichneten alle Banken und Sparkassen zusammen Zinseinnahmen in H&ouml;he von etwa 420 Mrd &euro;. Dieses Geld geht an die Leute, die soviel Geld &uuml;brig haben (ab ca. 200.000 &euro;), dass sie mehr Zinsen bekommen als sie zahlen: Die Reichen.</p>
<p>Was viele nicht wissen: In jedem Euro den wir f&uuml;r Waren oder Dienstleistungen zahlen, sind diese Zinsen eingepreist. Es geht also nicht nur um die Zinsen, die wir selber an die Bank zahlen. Es ist auch nicht so, dass diejenigen, die ein paar hundert oder tausend Euro im Jahr Zinsen f&uuml;r angelegtes Geld erhalten, von diesen 420 Mrd &euro; etwas bekommen w&uuml;rden. Ein Haushalt, der im Monat durchschnittlich 2.000 &euro; f&uuml;r Mieten, Lebensmittel, Kleidung, Urlaub und was man sonst so alles braucht, ausgibt, zahlt damit direkt und indirekt ca. 700 &euro; an Zinsen. Jeden Monat. Im Jahr &uuml;ber 8.000 &euro;. Dieser Haushalt m&uuml;sste ca. 150.000 bis 200.000 &euro; irgendwo angelegt haben, bevor er behaupten k&ouml;nnte dass er aus dem Topf von 420 Mrd &euro; etwas bek&auml;me. Nur etwa 10% aller Haushalte k&ouml;nnen das. Genau die 10%, die allgemein als &quot;die Reichen&quot; gelten. Und 90% dieser 420&nbsp;Mrd &euro; gehen wieder an das obere Zehntel dieser Gruppe, an die Reichen der Reichen.</p>
<p><strong>Umverteilung 3. Teil</strong>: Die 370 Mrd &euro; Transfereinkommen gehen an etwa die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung, w&auml;hrend die 420 Mrd &euro; Zinseinkommen an 10% gehen. Das ist nicht nur mehr Geld, es sind vor allem viel weniger Menschen, die es bekommen. Das durchschnittliche Transfereinkommen betr&auml;gt etwa 9.000 &euro; je Jahr, w&auml;hrend das durchschnittliche Zinseinkommen &uuml;ber 50.000 &euro; je Empf&auml;nger ausmacht.</p>
<p>Zwei Dinge haben beide Einkommen gemeinsam. Erstens, die Bezieher dieser Einkommen m&uuml;ssen daf&uuml;r nicht arbeiten, und zweitens, diejenigen die arbeiten zahlen es.</p>
<p><span style="font-size: smaller;"><em>Foto (c) Bundesarchiv / commons.wikimedia.org</em></span></p>
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		<title>Spirituelle Versklavung</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 15:19:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Religionen]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern und Abgaben]]></category>
		<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Sklaven]]></category>

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		<description><![CDATA[Gibt es Gott? Atheisten beantworten die Frage kategorisch mit &#34;Nein!&#34;, Gl&#228;ubige genauso kategorisch mit &#34;Ja!&#34;. Weder die einen noch die anderen k&#246;nnen wirklich beweisen, dass ihre jeweilige Position stimmt. Die interessante Frage ist, wenn es Gott gibt, welche Bedeutung hat &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=337">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gibt es Gott? Atheisten beantworten die Frage kategorisch mit &quot;Nein!&quot;, Gl&auml;ubige genauso kategorisch mit &quot;Ja!&quot;. Weder die einen noch die anderen k&ouml;nnen wirklich beweisen, dass ihre jeweilige Position stimmt.</p>
<p>Die interessante Frage ist, wenn es Gott gibt, welche Bedeutung hat das f&uuml;r uns?</p>
<p>Alle G&ouml;tter, deren Existenz bisher von Menschen angenommen wurden, hatten einige Gemeinsamkeiten: Sie sind wesentlich m&auml;chtiger als der m&auml;chtigste Mensch, und sie fordern vom Menschen F&uuml;gsamkeit und Gehorsam. Sie stellen teilweise sehr abstruse Regeln auf, deren Befolgung erwartet und mit Belohnung versehen wird, und deren Mi&szlig;achtung bestraft wird. Bei allen war/ist es auch so, dass die Belohnung oder Bestrafung nicht zu Lebzeiten erfolgt, sondern erst nach dem Tod, was einen Gott unkalkulierbar und un&uuml;berpr&uuml;fbar macht. Dies steht auch in &Uuml;bereinstimmung mit einer weiteren Eigenschaft aller G&ouml;tter: Sie entziehen sich unserer Wahrnehmung.</p>
<p>Kurz: Die G&ouml;tter der Menschheit sind m&auml;chtig und verlangen die Befolgung ihrer Regeln unter Androhung der einzig m&ouml;glichen Steigerung der Todesstrafe - der Strafe nach dem Tod.</p>
<p>Wenn es also so einen Gott gibt, was ist er dann anderes als ein subtiler Sklavenherr? Macht diese Erkenntnis die Frage, ob es einen Gott gibt oder nicht, nicht irrelevant gegen&uuml;ber der Frage, ob man der Idee eines derartigen Gottes als Mensch &uuml;berhaupt folgen darf, ohne ein wesentliches Element seines Menschseins aufzugeben: Sein Selbstbestimmungsrecht, seine pers&ouml;nliche Freiheit?</p>
<p>Ist die Idee von Gott nicht in Wahrheit eine Vers&uuml;ndigung gegen die Menschheit, ein Versuch der Versklavung der Menschen auf spiritueller Ebene?</p>
<p>Die Frage die dann darauf folgt ist: Wer profitiert von dieser Versklavung? Es gibt offensichtlich keine G&ouml;tter die auf Erden wandeln und die Fr&uuml;chte der Arbeit ihrer Sklaven einsammeln. Aber es gibt deren menschliche Verwalter auf Erden: Priester, M&ouml;nche und Nonnen und ihre Kirchen und Regeln.</p>
<p>Sie sammeln die Fr&uuml;chte der Arbeit der Menschen ein wie sie von den G&ouml;ttern verlangt werden. Und leben gut davon, bauen H&auml;user, kaufen Land, sammeln Kunst, und essen und trinken ohne daf&uuml;r arbeiten zu m&uuml;ssen. Ihre Arbeit ist es daf&uuml;r zu sorgen, dass die Sklaven der G&ouml;tter &uuml;berleben, zufrieden sind, und stets ihren Tribut zu zahlen in der Lage sind.</p>
<p>In diesem Sinne, ein Vortrag von Richard Dawkins:&nbsp;</p>
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<p><em><span style="font-size: smaller;">Video (c) www.ted.com</span></em></p>
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		<title>Filme über Geld</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 12:46:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich stelle auf der Seite Filme einige Filme &#252;ber Geld in der gleichnamigen Rubrik ein, die im Internet frei verf&#252;gbar und l&#228;nger als Youtube-Clips sind. Falls jemand einen Kommentar zu dem einen oder anderen Film abgeben m&#246;chte, kann er/sie das &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=291">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stelle auf der Seite <a href="http://emancipare.org/?page_id=193">Filme</a> einige Filme &uuml;ber Geld in der gleichnamigen Rubrik ein, die im Internet frei verf&uuml;gbar und l&auml;nger als Youtube-Clips sind. Falls jemand einen Kommentar zu dem einen oder anderen Film abgeben m&ouml;chte, kann er/sie das gerne hier tun.</p>
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		<title>Regiogeld in Deutschland</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 11:22:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Regiogeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt auch in Deutschland bereits ein Vielzahl von Initiativen zur Einf&#252;hrung und Nutzung von Regiogeld, derzeit &#252;ber 60. Das bislang erfolgreichste ist der Chiemgauer, der in der Region um den Chiemsee in Bayern von bereits ca. 600 Unternehmen als &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=284">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img height="174" width="200" class="alignleft" title="Chiemgauer" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/f/f2/Chiemgauer-F%C3%A4cher.jpg/200px-Chiemgauer-F%C3%A4cher.jpg" alt="" />Es gibt auch in Deutschland bereits ein Vielzahl von Initiativen zur Einf&uuml;hrung und Nutzung von Regiogeld, derzeit &uuml;ber 60. Das bislang erfolgreichste ist der <a href="http://www.chiemgauer.info/257.0.html">Chiemgauer</a>, der in der Region um den Chiemsee in Bayern von bereits ca. 600 Unternehmen als Zahlungsmittel akzeptiert wird.</p>
<p>Wer sich mehr &uuml;ber Regiogeld in Deutschland und die dahinter liegenden Konzepte informieren m&ouml;chte, der kann sich zum Einen auf den Seiten des <a href="http://www.regiogeld.de/">Regiogeld e.V.</a> informieren, oder auch die hervorragende zusammenfassende Darstellung auf Karten&nbsp; &quot;<a href="http://www.dreyecker.de/Regiogeld_in_Deutschland_2008.pdf">Regiogeld in Deutschland</a>&quot; von Annette Bickelmann von der Universit&auml;t Trier heranziehen.</p>
<p>Regiogeld ist ein wichtiger Schritt zur St&auml;rkung des auch von emancipare vertretenen Lokalit&auml;ts-Prinzips von Produktion und Handel.</p>
<p><span style="font-size: smaller;"><em>Grafik (c) Regiogeld e.V.</em></span></p>
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