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	<title>emancipare &#187; Staatsverschuldung</title>
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		<title>Cui bono?</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jun 2012 11:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Deutschland zahlt bis zu diesem Sommer insgesamt etwa 22 Milliarden Euro in den ESM ein. Cash, keine B&#252;rgschaften, keine Versprechen, sondern richtiges Geld. Nat&#252;rlich hat der Finanzminister das Geld nicht, er wird es sich bei den Banken leihen und die &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=995">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/FED-Washington1.jpg"><img width="240" height="180" class="alignleft size-full wp-image-1013" title="FED Washington" alt="" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/FED-Washington1.jpg" /></a>Deutschland zahlt bis zu diesem Sommer insgesamt etwa 22 Milliarden Euro in den ESM ein. Cash, keine B&uuml;rgschaften, keine Versprechen, sondern richtiges Geld. Nat&uuml;rlich hat der Finanzminister das Geld nicht, er wird es sich bei den Banken leihen und die Schulden Deutschlands entsprechend erh&ouml;hen.</p>
<p>Derzeit zahlt der deutsche Staat im Schnitt etwas mehr als 1,7% Zinsen f&uuml;r Kredite. Das sind bei 22 Milliarden Euro ca. 380 Millionen Euro. Knapp 400 Millionen Euro, die die Steuerzahler Deutschlands jedes Jahr an die Banken zahlen werden. 400 Millionen Euro jedes Jahr, die von unten nach oben verteilt werden. Zus&auml;tzlich zu den &uuml;ber 40 Milliarden Euro, die Deutschlands Steuerzahler sowieso schon an die Banken leiten.</p>
<p>Der ESM hat einen einzigen Zweck: Geld von den Steuerzahlern zu den Banken - und letztendlich den Besitzern der Banken - zu transferieren.</p>
<p>Wir werden ausgepresst wie die Zitronen. Die etwa 2 Billionen Dollar, die die Arbeitenden der Welt f&uuml;r die Schulden Ihrer Staaten an die Besitzer von Geld zahlen - Schulden, die in der Regel f&uuml;r Dinge aufgenommen wurden, die den Interessen der M&auml;chtigen dienen, und nicht den Interessen der B&uuml;rger - reichen noch nicht. Da ist noch mehr drin, vor allem im reichen Europa. Daher d&uuml;rfen die Europ&auml;er jetzt erst einmal nochmal jedes Jahr ca. 2,5 Milliarden Euro an die Banken zahlen. Die Gegenleistung daf&uuml;r? Nichts. Rein gar nichts. Es werden nur die Kredite der Banken gesch&uuml;tzt, es werden diejenigen gesch&uuml;tzt, die von einer Nicht-R&uuml;ckzahlung von Krediten betroffen w&auml;ren - die Besitzer von Geld. Daf&uuml;r ist, wie wir in den letzten drei Jahren gr&uuml;ndlich erfahren durften, Geld in nahezu unbegrenzter Menge sofort verf&uuml;gbar. Wenn 25.000 einfache Verk&auml;uferinnen bei Schlecker ihren Arbeitsplatz verlieren, daf&uuml;r ist nat&uuml;rlich kein Geld da um dort zu helfen: &quot;Es ist nicht Aufgabe des Staates, scheiternde Unternehmen zu retten!&quot;, so der offizielle Regierungskommentar.</p>
<p>Man versucht uns einzureden, dass die deutlich mehr als 100 Milliarden Euro, die Griechenland in den letzten Monaten bekommen hat, an die Griechen gegangen w&auml;ren. Dies ist in eine L&uuml;ge. Nicht 1 Euro davon ist in den griechischen Staatshaushalt geflossen, oder hat eine nun arbeitslose griechische Verk&auml;uferin erhalten, diese Milliarden, von denen &uuml;ber ein Viertel von den deutschen Steuerzahlern stammt, sind direkt an Banken gegangen. Wir transferieren Geld an Banken, nicht an bed&uuml;rftige Staaten. Wir spielen den letzten Akt in einem Spiel, das mit der Verf&uuml;hrung der Staaten zur Kreditaufnahme begonnen hat.</p>
<p>Besonders verr&uuml;ckt ist es, wenn man versteht, dass die europ&auml;ischen Staaten diese Milliarden f&uuml;r Griechenland nat&uuml;rlich auch nicht hatten, sondern bei Banken leihen mussten. Daraus entstehen etwa 4 Milliarden Euro Zinsen, die&nbsp; jedes Jahr von europ&auml;ischen Steuerzahlern an Banken gezahlt werden, damit genau diese Banken all die Milliarden Euro nicht verlieren, die sie fr&uuml;her an griechische Staats-Hasardeure verliehen hatten. Denn die Zinsen sind es letztendlich, worum es geht.</p>
<p>Die Banken haben kein Interesse an der R&uuml;ckzahlung von Schulden&nbsp;(schon mal versucht ein Immobiliendarlehen vorzeitig zur&uuml;ck zu zahlen?), sondern Ihr Interesse gilt den Zinszahlungen. Das Schlimmste was einer Bank passieren k&ouml;nnte w&auml;re, dass alle ihre Kredite zur&uuml;ckbezahlt werden. So eine Bank m&uuml;sste sofort Konkurs anmelden, weil sie kaum noch Einnahmen h&auml;tte (ich schreibe hier von Banken, nicht von den Wettb&uuml;ros, die - in der Regel anderer Leute - Geld platzieren auf Wetten &uuml;ber Zins-, Kurs-, Preis- oder Verf&uuml;gbarkeitsentwicklungen von Rohstoffen, Produkten, Dienstleistungen, Firmen oder ganzen Staaten). Das Konzept ist hervorragend aufgegangen. Die Staaten der Welt sind so verschuldet bei den Besitzern der Banken der Welt, dass sie ihnen nun auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind.</p>
<p>Wann haben die Staaten die Hoheit &uuml;ber ihr Geld aufgegeben? Wieso sind es nicht mehr Staaten, sondern privatwirtschaftlich organisierte und einzig an Profit interessierte Unternehmen, die &uuml;ber die Erzeugung und Verteilung von Geld bestimmen? Wieso zahlt der Steuerzahler Geld an Privatleute f&uuml;r etwas, was eigentlich sein ureigenstes Privileg als Volkssouver&auml;n ist: Die Versorgung des Staates mit Geld? Irgendwann, irgendwie ist es den Besitzern des Geldes gelungen der Welt die &Uuml;berzeugung einzupflanzen, dass sie die Herrscher des Geld sein m&uuml;ssten, und dass es nichts Schlimmeres g&auml;be, als wenn Staaten &uuml;ber die Geldversorgung bestimmen w&uuml;rden.</p>
<p>Vor drei Jahren feierte die Entstehung des privatwirtschaftlichen Zentralbanksystems 400j&auml;hrigen Geburtstag (1609 wurde die Amsterdamer Wechselbank gegr&uuml;ndet), im n&auml;chsten Jahr feiert die amerikanische FED (Federal Reserve System) ihren 100sten Geburtstag. Wer wissen m&ouml;chte, warum Staaten heute Geld an Banken zahlen, und nicht umgekehrt, sollte sich die Geschichte des Zentralbanksystems und insbesondere der Gr&uuml;ndung der FED einmal n&auml;her anschauen.</p>
<p>Solange die Staaten die Banken nicht entmachten und die Herrschaft &uuml;ber das Geld wieder &uuml;bernehmen, oder - noch besser - endlich das &uuml;berkommene Geld-System als solches durch ein moderneres Verfahren der Wertzuweisung und -aufbewahrung ersetzen, wird die Umverteilung von unten nach oben, die &Uuml;berweisung von Geld der arbeitenden Steuerzahler auf die Konten der nicht-arbeitenden Geldbesitzer weitergehen. Bis die Banker der Welt alles haben und die arbeitenden Menschen nichts mehr haben au&szlig;er ihrer Arbeitskraft, die dann f&uuml;r den Rest ihres Lebens an die Banker verpf&auml;ndet ist, direkt durch eigene Schulden und indirekt durch die Schulden ihres Staates. Aber das ist ja eigentlich f&uuml;r die meisten Menschen auf unserem Planeten auch heute schon so.</p>
<p><em><span style="font-size: smaller;">(c) Foto: Rdsmith4 (www.wikipedia.de)</span></em></p>
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		<title>Schuldenwahnsinn</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 17:54:04 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/341946_web_R_by_HAUK-MEDIEN-ARCHIV-_-www.bayernnachrichten.de-_-Alexander-Hauk_pixelio.de_.jpg"><img height="183" width="300" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/341946_web_R_by_HAUK-MEDIEN-ARCHIV-_-www.bayernnachrichten.de-_-Alexander-Hauk_pixelio.de_-300x183.jpg" alt="" title="341946_web_R_by_HAUK MEDIEN ARCHIV _ www.bayernnachrichten.de _ Alexander Hauk_pixelio.de" class="alignleft size-medium wp-image-803" /></a>Wenn man alle Staatschulden aller Staaten zusammenz&auml;hlt, kommt man derzeit auf den wahnsinnigen Betrag von derzeit etwa <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,778952,00.html">55 Billionen US Dollar</a>. Wohlgemerkt, alle Staaten dieses Planeten. Das entspricht fast der gesamten j&auml;hrlichen Wirtschaftsleistung unseres Planeten. Da stellt sich doch dann die Frage: Bei wem ist denn unser Planet so hoch verschuldet? Beim Mars, bei der Venus? Nun, unsere Staaten sind bei der Finanzindustrie verschuldet, bei Banken, bei Versicherungen, bei Fonds. Wieso ist das so? Wieso haben die Banken Geld, und die Staaten nicht? Sollte das nicht eigentlich umgekehrt sein? Sollten es nicht die Staaten sein, die das Geld haben, und den Banken zur Verf&uuml;gung stellen? Wieso haben heute profitorientierte Privatunternehmen das Geld, wo ist die Geldhoheit der Staaten geblieben? Und dann gibt es ja noch die gesch&auml;tzten &uuml;ber 100 Billionen Euro, mit denen Unternehmen und Privathaushalte verschuldet sind.</p>
<p>Das ist aber nur eine Facette der Merkw&uuml;rdigkeit. Schauen wir uns kurz eine andere Facette an.</p>
<p>Nehmen wir an, dass die durchschnittliche Verzinsung der Staatsschulden bei 5% p.a. liegt. Das sind dann &uuml;ber 2,5 Billionen Dollar, die jedes Jahr an diejenigen gezahlt werden, bei denen sich die Staaten verschuldet haben. Das ist mehr als das gesamte Bruttoinlandsprodukt von Afrika, dem Mittleren Osten oder ganz S&uuml;damerika. Oder ungef&auml;hr drei Jahre lang alle Steuereinnahmen Deutschlands. Wer bekommt dieses Geld? Und: wer erwirtschaftet dieses Geld? Wenn man dann noch die Billionen Euro hinzurechnet, die Unternehmen und Privatleute jedes Jahr an Zinsen f&uuml;r ihre Kredite zahlen m&uuml;ssen, dann wird die Dimension dieser Umverteilung erst richtig deutlich. Vor allem wenn man versteht, das Geld nicht arbeitet, sondern das Geld den Wert der Arbeit von vielen, vielen Menschen einfach absaugt.</p>
<p>Banken machen Geld, das sie den Staaten, Unternehmen und Menschen leihen, und wir alle sind dadurch gezwungen zu arbeiten, um das Geld wieder zur&uuml;ck zu zahlen, und vor allem, um den Preis f&uuml;r das Geld zu bezahlen, die Zinsen.</p>
<p>Wie w&auml;re es, wenn die Staaten einfach per Gesetz ihre Geldhoheit zur&uuml;ckholen? Alle Staatsschulden als Raub an den V&ouml;lkern der Erde f&uuml;r nichtig erkl&auml;ren, und zuk&uuml;nftig sich nicht mehr Geld von Privatleuten leihen, sondern das Geld zinsfrei selbst herstellen, das sie und die Unternehmen und Menschen in ihrem Land brauchen. Oder, noch besser, endlich die M&ouml;glichkeiten der modernen Informationstechnologie nutzen, und einfach auf Geld ganz verzichten. Dann w&uuml;rden auch Unternehmen und Menschen schlie&szlig;lich aus der Zinssklaverei unserer Banken entlassen.</p>
<p>Das ist nicht utopischer als der Gedanke, dass die Geldhoheit nicht mehr bei den Staaten liegt, sondern bei Privatunternehmen.</p>
<p><span style="font-size: smaller;"><em>(c) Foto: HAUK MEDIEN ARCHIV / www.bayernnachrichten.de / Alexander Hauk &nbsp;/ pixelio.de</em></span></p>
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