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		<title>Der Sündenbock</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Dec 2013 14:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Zuge der Recherchen f&#252;r meinen letzten Artikel &#34;Generalverdacht&#34; habe ich versucht, ein wenig tiefer in das Thema Terrorismus einzusteigen. Denn ich hatte eine These: Terrorismus ist &#252;berhaupt kein Problem, und schon mal gar nicht in Westeuropa, und erst recht &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=1106">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;"><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/644059_web_R_K_B_by_Lisa-Spreckelmeyer_pixelio.de_.jpg"><img width="400" height="320" class="alignleft size-full wp-image-1118" alt="644059_web_R_K_B_by_Lisa Spreckelmeyer_pixelio.de" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/644059_web_R_K_B_by_Lisa-Spreckelmeyer_pixelio.de_.jpg" /></a>Im Zuge der Recherchen f&uuml;r meinen letzten Artikel &quot;Generalverdacht&quot; habe ich versucht, ein wenig tiefer in das Thema Terrorismus einzusteigen. Denn ich hatte eine These: Terrorismus ist &uuml;berhaupt kein Problem, und schon mal gar nicht in Westeuropa, und erst recht nicht in den USA. Wie immer, sind alle wichtigen Informationen &ouml;ffentlich zug&auml;nglich, man muss nur danach fragen (bzw. suchen).</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Da gibt es z.B. die </span><a href="http://www.start.umd.edu/gtd/"><span style="font-size: small;">Global Terrorism Database</span></a><span style="font-size: small;">. In dieser Datenbank, die von sich behauptet die vollst&auml;ndigste Datenbank &uuml;ber Terrorismus zu sein, &uuml;ber die die Welt derzeit verf&uuml;gt, sind &uuml;ber 100.000 terroristische &Uuml;bergriffe seit 1970 und bis einschlie&szlig;lich 2011 erfasst (sp&auml;tere sind noch nicht &ouml;ffentlich zug&auml;nglich). Ein gutes Drittel davon, etwas mehr als 31.000, stammen aus den letzten 10 Jahren seit 2002 - scheinbar gibt es mehr Terrorismus in der Welt, seitdem er bek&auml;mpft wird.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Wenn man sich diese Datenbank anschaut, dann sieht man, dass im vergangenen Jahrzehnt je Jahr durchschnittlich knapp 6.500 Menschen auf unserem Planeten durch terroristische Angriffe starben. Bei knapp der H&auml;lfte aller terroristischer Anschl&auml;ge in den vergangenen 10 Jahren (etwa 14.500), gab es &uuml;berhaupt keine Toten, und noch einmal so viele hatten zwischen 1 und 10 Opfer zur Folge.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Dann schauen wir mal in die L&auml;nder, die nun alle Menschen in der Welt unter Generalverdacht gestellt haben, einschlie&szlig;lich ihrer eigenen B&uuml;rger. Wie schlimm ist der Terrorismus in Nordamerika, in Westeuropa und in Australien/Ozeanien? Angesichts der Milliarden, die in die Terrorismusbek&auml;mpfung gesteckt werden, und der Einschr&auml;nkung der Freiheitsrechte der B&uuml;rger, m&uuml;ssen dass ja erschreckende Zahlen sein. Nun, es waren, f&uuml;r alle drei Regionen zusammen, im Schnitt pro Jahr 138 Terrorismusopfer. Davon gut 110 in Westeuropa, 22 in Nordamerika und ganze 2 in Australien/Ozeanien.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Entschuldigung? Wo ist das Problem? Haben sich die Leute schon mal angeschaut, wieviele Menschen in ihren L&auml;ndern jedes Jahr durch Alkohol- oder Tabakmissbrauch sterben? Wo ist der Krieg gegen die Tabak- und Alkohoindustrie? Oder im Stra&szlig;enverkehr? Wo ist der Krieg gegen die Automobilindustrie? In den USA werden monatlich mehr unschuldige Menschen durch Polizisten get&ouml;tet als es dort Terrorismus-Opfer im Jahr gibt (</span><a href="http://www.mintpressnews.com/us-police-murdered-5000-innocent-civilians-since-911/172029/"><span style="font-size: small;">Quelle</span></a><span style="font-size: small;">). Vor wem muss der Amerikaner mehr Angst haben, vor Terroristen oder vor den eigenen Polizisten?</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Und - wieviele Terroristen werden jedes Jahr in Nordamerika, Westeuropa und Australien gefasst, wie erfolgreich ist der Kampf gegen Terroristen &uuml;berhaupt? Der im Wesentlichen von den Amerikanern gef&uuml;hrte Krieg gegen den Terrorismus t&ouml;tet mindestens zehmal mehr unbeteiligte und unschuldige Zivilisten als sogenannte &quot;Kollateralsch&auml;den&quot;, als Terroristen Amerikaner, Westeurop&auml;er und Australier zusammengenommen t&ouml;ten. Hier stimmt irgend etwas ganz und gar nicht. Ein Gesetz, das Unternehmen verbietet es den eigenen Kunden mitzuteilen, wenn es von Geheimgerichten gezwungen wird Informationen &uuml;ber die eigenen Kunden herauszugeben, einschlie&szlig;lich aller vertraglich als &quot;vertraulich&quot; eingestuften Informationen? Wenn das nicht Faschismus ist, was ist dann Faschismus? Und wenn dann jemand dies &ouml;ffentlich bekannt macht, ist er Terrorist, Hochverr&auml;ter, Schwerverbrecher? Nach dieser Logik sind dann die Geschwister Scholl wohl auch zu recht hingerichtet worden, oder was?</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Rechtfertigen weniger als 150 Tote im Jahr die totale &Uuml;berwachung aller Menschen, den Freiheitsentzug durch Erm&auml;chtigungsgesetze wie den Patriot Act, die Errichtung eines Polzeistaats, wenn gleichzeitig t&auml;glich in den gleichen Regionen Tausende durch Alkohol, Tabak und Autos sterben? Da l&auml;uft irgendetwas vollkommen schief. Da ist keine Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit mehr.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">K&ouml;nnte es sein, dass es da ganze Industrien gibt, die am Terrorismus blendend verdienen? Wer stellt die Waffen und die Munition her, die in Pakistan, in Afghanistan, in Somalia oder im Irak im Krieg gegen den Terrorirsmus eingesetzt wurden und werden? Was kosten die, wer bezahlt die, und wie hoch sind die Gewinnmargen? Wer verdient daran, dass Alkohol, Tabak oder Autos <span style="text-decoration: underline;">t&auml;glich</span> Tausende t&ouml;ten d&uuml;rfen? Wer hat einen Vorteil davon, dass Milliarden von Menschen &uuml;berwacht und Billionen von Daten gespeichert und ausgewertet werden?</span> <span style="font-size: small;">Diese Fragen sollte man sich mal stellen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">&Uuml;brigens - damit das nicht in Vergessenheit ger&auml;t - die meisten massiven kriegsausl&ouml;senden terroristischen Angriffe waren Aktionen der eigenen Nachrichtendienste gegen den eigenen Staat und dessen B&uuml;rger unter falscher Flagge, mit dem Ziel einen Krieg oder einen Kriegseintritt zu rechtfertigen. Recherchieren Sie einfach mal - und nicht nur 9/11! So wie die NPD und die rechtsnationale Szene in Deutschland zunehmend als eine Aktion des Bundesnachrichtendienstes erscheint, so erscheint auch der internationale Terrorismus (zumindest Au&szlig;erhalb von S&uuml;d-Ost Asien und dem Nahen Osten), als eine Aktion von Nachrichtendiensten.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Denken Sie doch einfach mal nach. Was hindert einen &uuml;berzeugten Terroristen daran mit einer der vielen, vielen panzerbrechenden Raketen, die man jeden Tag im Fernsehen in den H&auml;nden von Nicht-Kombatanten sieht, damit ein Kernkraftwerk in den USA oder Frankreich zu zerst&ouml;ren? Einreiseprobleme? Skrupel? Warum ist das bisher denn noch nie passiert? Etwa weil die Nachrichtendienste so gut arbeiten? Genau die, die keine Ahnung von der NSA Spionage haben und vollkommen &uuml;berrascht sind, dass das Handy unserer Kanzlerin abgeh&ouml;rt wird? Wer eine Bombe bauen will, kann das heutzutage v&ouml;llig problemlos. Die Anleitungen gibt es im Internet, das Material im Baumarkt. Nur die Terroristen, die so etwas tun w&uuml;rden, scheint es nicht zu geben.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich bin &uuml;berzeugt: Der Krieg gegen den Terrorismus ist eine Aktion unter falscher Flagge. Es geht in Wirklichkeit um die m&ouml;glichst vollst&auml;ndige &Uuml;berwachung der Menschen auf diesem Planeten, vor allem in den industrialisierten L&auml;ndern. Es stellt sich da mal wieder die Frage: Qui Bono?</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Die westlichen Regierungen &uuml;berspannen den Bogen. Wir befinden uns in einer Zeit die vergleichbar ist mit der zweiten H&auml;lfte der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts in Frankreich. Man kann fast zusehen, wie das Agressionspotential &uuml;berall auf dem Globus steigt. Man glaubt die Menschen dauerhaft f&uuml;r Dumm verkaufen zu k&ouml;nnen, und dies wird sich letztendlich als ein fataler Trugschluss erweisen. Das Fass ist zum Bersten gef&uuml;llt und wird bald explodieren, die Lunte ist schon angez&uuml;ndet. Der sogenannte Krieg gegen den Terrorismus ist nichts als ein weiterer Versuch die Menschen in der Welt noch eine Zeitlang weiter zu unterdr&uuml;cken, damit ein paar Wenige noch eine Zeitlang l&auml;nger die Menschen auspressen und die Fr&uuml;chte ihrer Arbeit einsacken k&ouml;nnen.</span></p>
<p><em><span style="font-size: smaller;">(c) Foto: Lisa Spreckelmeyer &nbsp;/ pixelio.de</span></em></p>
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		<title>Generalverdacht</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Jun 2013 21:29:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Assange, Manning, jetzt Snowden. Menschen, die mit dem Finger darauf zeigten und zeigen, wo die Grenze zwischen Freiheit und Sicherheit nicht verlaufen darf - und die dafür vom mächtigsten Staat der Erde gejagt und eingesperrt werden, wenn er sie denn &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=1090">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/420284_web_R_by_Günther Richter_pixelio_de.jpg" alt="" align="left" height="200" hspace="5" vspace="5" width="300"/>Assange, Manning, jetzt Snowden. Menschen, die mit dem Finger darauf zeigten und zeigen, wo die Grenze zwischen Freiheit und Sicherheit <em>nicht </em>verlaufen darf - und die dafür vom mächtigsten Staat der Erde gejagt und eingesperrt werden, wenn er sie denn kriegen kann.</p>
<p>Die Bürger der Erde sind unter Generalverdacht geraten. In den Augen der Sicherheitsbehörden sind wir alle potentielle Terroristen. In einer Zeit, in der Kriege nicht mehr mit Armeen sondern mit Computern, Saboteuren und Selbstmordattentätern geführt werden, haben die Staaten noch keine Strategie, kein alternatives Reaktionsmodell, dagegen gefunden. Außer halt, dass alle Menschen Terroristen sein können und daher alle Menschen wie Terroristen überwacht und kontrolliert werden müssen. Heute kämpft nicht mehr eine Armee gegen eine andere, sondern der Staat gegen alle.</p>
<p>Ich bin vor vier Jahren das letzte Mal in die USA&nbsp;eingereist und dort - wie alle anderen Einreisenden auch - gleich erkennungsdienstlich erfasst worden. Iris-Scan, Fingerabdrücke, das ganze Programm, wie man es bei uns eigentlich nur aus Kriminalfilmen kennt, wenn Verdächtige verhaftet werden. Dass meine Daten jetzt in den Datenbanken von CIA, FBI, NSA und wer weiß sonst noch alles gespeichert sind, beruhigt mich keineswegs. Nicht weil ich etwas zu verbergen hätte, sondern weil eine anonyme Administration mich nun analysieren, verfolgen und prognostizieren kann, wahrscheinlich sogar besser als meine Frau es könnte. Eine Administration, die nichts dabei findet von ihr als Terroristen deklarierte Menschen einfach per Drohne zu töten. Unbeteiligte Nachbarn und deren Kinder als Kollateralschäden mit eingeschlossen.</p>
<p>Was Assange, Manning und Snowden gemacht haben ist aufzuzeigen, wie weit die staatliche Sicherheitsphobie bereits gediehen ist - und das nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. Was diesbezüglich in China und Russland, im Iran oder in Saudi Arabien passiert, darüber will ich gar nicht erst nachdenken. Auch der deutsche Nachrichtendienst soll 100 Millionen Euro zusätzlich bekommen, um Menschen in aller Welt besser überwachen zu können. Alles im Namen des Schutzes vor Terrorismus.</p>
<p>Wir befinden uns ganz offensichtlich im Krieg, einem Krieg ohne Kombatanten, dafür mit sovielen Beteiligten wie noch nie zuvor. Die gesamte Weltbevölkerung wird von den Staaten heute als Gefahr gesehen. Nur wer beweisen kann, dass er nichts Böses im Schilde führt, gilt (vielleicht) als unverdächtig. Das ist die Umkehr der Beweislast, die Aufgabe der lange geltenden Grundannahme dass man als Unschuldiger zu gelten hat, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist. Heute müssen wir beweisen, dass wir <span style="text-decoration: underline;">nicht</span> schuldig sind, andernfalls werden wir observiert, in Datenbanken gespeichert und mit Algorithmen in Bedrohungsstufen einsortiert.</p>
<p>Ich bin im Herbst wieder auf einer Konferenz in London, wo ich einen Vortrag halte. Gerade in England, sozusagen im Herzen Europas, kann man in der Öffentlichkeit fast keinen Schritt mehr unbeobachtet gehen. Meine Daten sind in Computern, meine Bewegungen sind in Computern, wenn ich etwas online kaufe oder mit Karte bezahle ist es im Computer, und die NSA baut Datenbanken, die diese ganzen Informationen vernetzen und auswerten können. Orwells 1984 ist da - einschließlich des staatlichen Neusprech, das all dies rechtfertigt und uns als gut verkauft.</p>
<p>Ich bin dankbar, dass es Menschen wie Assange, Manning und Snowden gibt. Die mit dem Finger darauf zeigen, dass unsere Freiheit in Gefahr ist, dass wir im Namen der Sicherheit alle unter Generalverdacht gestellt sind. Menschen an denen sichtbar wird, wie paranoid die Sicherheitsbehörden der Staaten geworden sind, für die Recht und Gesetz nicht mehr Hinderniss und Grenze, sondern gestaltbares Mittel sind. Jede Kamera, jedes Überwachungsprogramm, jeder Datenbankeintrag ist ein kleines Stückchen Freiheit weniger für die Bürger der Erde.</p>
<p>Und die Terroristen? Als ob die sich davon beeindrucken lassen würden! Nur Amateure gehen ins Netz des Systems, die Profis kennen es und können es leicht aushebeln. Wer es darauf anlegt nicht entdeckt, nicht erkannt zu werden, wer berufsmäßiger Terrorist oder Krimineller ist, führt ein Leben, das weitgehend unsichtbar für die Sicherheitsbehörden ist.</p>
<p>Wieviele terroristische Anschläge gibt es im Jahr in Europa, in Nordamerika? Wieviele Terroristen werden dort täglich verhaftet? Verkehrsunfälle, Alkohol oder Tabak sind ein vielfach größeres Risiko, eine vielfach größere Gefahr für die Menschen, als Terrorismus. Wo ist der Krieg gegen Autos, gegen die Alkohol- und Tabakindustrie? Ich habe den Eindruck, die Überwachung richtet sich gar nicht gegen den Terrorismus, sondern ist tatsächlich das, als was es ganz offensichtlich erscheint: Eine Überwachung der Bürger. Die Frage ist mal wieder:&nbsp;Cui Bono?</p>
<p>Vielleicht müssen wir bei mehr als 7 Milliarden Menschen auf der Erde einfach auch akzeptieren, dass die Zahl der Chaoten, der Gewalttäter, der Kriminellen in gleichem Maße absolut größer geworden ist wie die Zahl ihrer potentiellen Opfer. Bei 7 Milliarden Menschen gibt es einfach mehr Gewalttaten als bei 2 Milliarden Menschen. Wir sollten vielleicht anerkennen, dass es kein Leben in vollständiger Sicherheit geben kann. Vielleicht sollten wir einfach <a href="http://www.visionofhumanity.org/pdf/gti/2012_Global_Terrorism_Index_Report.pdf">die Toten durch terroristische Angriffe</a> in die gleiche Kategorie stecken wie die Toten durch Verkehrsunfälle, Alkohol, Tabak, Malaria oder Masern - und diesem Problem damit automatisch die Bedeutung zuweisen, die es tatsächlich hat:&nbsp;Eine völlig unbedeutende Randerscheinung im Kanon der Risiken des Lebens in unserer Zeit.</p>
<p>Es ist eigentlich kein Sicherheitswahn, es ist überhaupt kein Wahn, sondern das hat Methode. Der Terrorismus ist da nur willkommener Sündenbock. Unverfänglich, Unheimlich und Unüberprüfbar. Das ist kein Kampf gegen den Terrorismus, sondern ein Kampf gegen den freien Bürger, gegen die Freiheit der Bürger. Es ist die Schlussphase in der Verwirklichung der Orwell'schen Dystopie. Assange, Manning und Snowden haben nichts anderes getan, als darauf hinzuweisen. Was, ganz im Sinne Orwell'schen Neusprechs, mittlerweile ein Verbrechen ist.</p>
<p><em><span style="font-size: smaller;">(c) Foto: Günther Richter / pixelio.de</span></em></p>
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		<title>Gewaltenteilung oder Feudalismus?</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jun 2013 15:34:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im April 2010 legte Paul Kirchhof, vormals Verfassungsrichter und 2005 designierter Finanzministerkandidat der CDU, ein Gutachten vor, für dessen Erstellung er von ARD, ZDF und Deutschlandfunk beauftragt und bezahlt wurde. In diesem Gutachten beschrieb er eine mögliche neue Organisation der &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=1073">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/648653_web_R_by_Ingo Büsing_pixelio_de.jpg" alt="" align="left" height="400" hspace="10" vspace="10" width="266"/></span></span><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;">Im April 2010 legte Paul Kirchhof, vormals Verfassungsrichter und 2005 designierter Finanzministerkandidat der CDU, ein Gutachten vor, für dessen Erstellung er von ARD, ZDF und Deutschlandfunk beauftragt und bezahlt wurde. In diesem Gutachten beschrieb er eine mögliche neue Organisation der Rundfunkgebührenerhebung, die natürlich und wenig überraschend, im Interesse der Auftraggeber ausfiel. Auf der Basis dieses Gutachtens haben dann die Länder im Dezember 2010 die neue Finanzierungsordnung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beschlossen. Soweit die Geschichte.</span></span></p>
<p>Es ist bekannt, dass diese neue Rundfunkgebühr auf viel Widerstand stößt. Es kommt nun nicht mehr darauf an, ob man überhaupt in der Lage ist Fernsehen zu schauen oder Radio zu hören, alleine die Tatsache dass man lebt und wohnt reicht, um dafür an die Rundfunkanstalten bezahlen zu müssen. Ich persönlich habe seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts keinen Fernseher mehr, und muss nun etwa dreimal soviel an ARD, ZDF und Deutschlandfunk überweisen wie vorher.</p>
<p>Aber darum geht es in diesem Artikel eigentlich gar nicht. Einige haben natürlich gegen die neue Rundfunkgebühr geklagt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Vorwürfe wegen Verletzungen der Datenschutzrechte (die Gebühreneinzugsbehörde kann ohne Erlaubnis der Betroffenen und ohne richterliche Genehmigung von Behörden Daten über alle Menschen einziehen) oder gegen die Tatsache, dass es sich hier eigentlich nicht um eine Gebühr, sondern um eine Steuer handelt, die aber auf dem beschrittenen Wege gar nicht beschlossen werden kann.</p>
<p>Wie dem auch sei, vor ein paar Tagen wurde wieder mal so eine Klage vom Bundesverfassungsgericht abgewiesen. Was uns zum Anfang dieses Artikels zurückführt. Da die Klage sich gegen die neue Rundfunkgebühr richtet, und diese auf Grundlage des Gutachtens von Paul Kirchhof gestaltet wurde, richtete sich die Klage natürlich auch gegen die Legitimität der Vorschläge von Paul Kirchhof. Diese Klage wurde, wie fast alle anderen Klagen auch, ohne Begründung abgelehnt. Die Verfasser des Ablehnungsbeschlusses waren Ferdinand Kirchhof, Susanne Baer und Johannes Masing. Ferdinand <em>Kirchhof</em>?! Ja, Ferdinand Kirchhof, der jüngere Bruder von Paul Kirchhof.</p>
<p>Eigentlich unfassbar, dass jemand über einen Sachverhalt höchstrichterlich entscheiden darf und kann, der von seinem eigenen Bruder eingefädelt wurde. Was mich nun endlich zum eigentlichen Zweck dieses Artikels führt.</p>
<p>Wir alle lernen schon in der Schule, wie wichtig und gut Demokratie ist. Dass ein wesentliches Merkmal funktionierender Demokratie - und damit Kernbestandteil der politischen Ordnung in Deutschland - die Gewaltenteilung ist. Wenn man sich ein wenig intensiver damit auseinander setzt muss man allerdings zu seinem eigenen Erstaunen und Entsetzen feststellen, dass es in der deutschen politischen Wirklichkeit gar keine Gewaltenteilung gibt.</p>
<p>Die rechtsprechende Gewalt, die Legislative, macht keine Gesetze, sondern führt die Initiativen der regierenden Gewalt, der Exekutive aus. Die Judikative unterliegt der Überwachung, Steuerung und personellen Führung durch das Justizministerium, einem Teil der Exekutive. In einigen anderen Staaten wird zumindest strukturell und formal das Gewaltenteilungsprinzip erfüllt. Da sind die Parlamente nicht nur Abnickgremien für Gesetzesvorschläge der Regierung, und die Richter unterliegen nicht der personalpolitischen Überwachung und Steuerung eines Ministeriums.</p>
<p>Die Exekutive, die Regierung, hält bei uns also auch die legislativen und die judikativen Zügel fest in beiden Händen. Da stellt sich dann die Frage, wer ist denn die Exekutive? Das sind in Deutschland seit Jahrzehnten vier Parteien: Die CDU/CSU, die SPD, die Grünen und die FDP. Dies sind die Erzherzöge unserer Zeit, mit vollkommener Macht ausgestattet - und genauso abhängig und hörig gegenüber den Besitzenden wie die Erzherzöge im Mittelalter. Und diese Besitzenden sind der Erbadel unserer Zeit, wo die Kinder die finanzielle Macht ihrer Eltern erben, und damit den Tropf besitzen, den die politische Macht zum Überleben braucht.</p>
<p>Willkommen zurück im real existierenden Feudalismus. Gewaltenteilung war eine gute Idee, aber sie hat sich offensichtlich - zumindest in Deutschland - nicht durchgesetzt. Darum kann heute der jüngere Bruder höchstrichterlich über die Rechtmäßigkeit von Strukturen befinden, die sein älterer Bruder - einer der Favoriten eines der Erzherzöge unserer Zeit - für einen Auftraggeber entwickelt hat, der wiederum im Wesentlichen für diese Erzherzöge tätig ist. Hier kommt alles zusammen. Die Exekutive will eine neue Ordnung der Rundfunkgebühren, die Legislative nickt pflichtergeben (Fraktionszwang!) den Vorschlag der Exekutive ab, und die Judikative schützt die Exekutive vor dem Mob, der wieder mal ein kleines bisschen mehr ausgeplündert wird. Und am Schluss freuen sich die Besitzenden, denen über Umwege weitere etwa 8 Milliarden Euro aus den Taschen der gemeinen Bürger in die eigenen Tresore fließen.</p>
<p><em><span style="font-size: smaller;">(c) Foto: Ingo Büsing &nbsp;/ pixelio.de</span></em></p>
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		<title>Scheindemokratie</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Oct 2012 15:07:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben in Deutschland eine sogenannte repr&#228;sentative Demokratie. Dies bedeutet, dass aus der Menge der B&#252;rger gew&#228;hlte Personen die Interessen ihrer W&#228;hler im Gesetzgebungsverfahren vertreten. Sollte man meinen. Es gibt viele Hinweise darauf, dass dies leider nicht der Fall ist. &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=1032">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: larger;"><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/104228_web_R_K_by_Siegfried-Baier_pixelio.de_.jpg"><img width="300" height="208" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/104228_web_R_K_by_Siegfried-Baier_pixelio.de_-300x208.jpg" alt="" title="104228_web_R_K_by_Siegfried Baier_pixelio.de" class="alignleft size-medium wp-image-1033" /></a>Wir haben in Deutschland eine sogenannte repr&auml;sentative Demokratie. Dies bedeutet, dass aus der Menge der B&uuml;rger gew&auml;hlte Personen die Interessen ihrer W&auml;hler im Gesetzgebungsverfahren vertreten. Sollte man meinen.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: larger;">Es gibt viele Hinweise darauf, dass dies leider nicht der Fall ist. Zum Einen hat der B&uuml;rger kaum die M&ouml;glichkeit, seinen Willen gegen&uuml;ber dem gew&auml;hlten Abgeordneten zu artikulieren. Sie m&uuml;ssen arbeiten, Kinder erziehen, wollen sich ihren Hobbies widmen und sorgen sich ganz allgemein darum, wie sie im n&auml;chsten Monat alle Rechnungen bezahlen sollen. (Gro&szlig;e)&nbsp;Unternehmen haben es da etwas einfacher: Sie bezahlen Leute, deren Job es ist 8 bis 10 Stunden t&auml;glich auf Politiker einzuwirken, damit diese das tun, was die Unternehmen wollen.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: larger;">Dann gibt es den sogenannten Fraktionszwang. Auch wenn sie sie kennen sollten - die gew&auml;hlten Volksvertreter d&uuml;rfen gar nicht die Interessen ihrer W&auml;hler vertreten, sondern m&uuml;ssen die Interessen Ihrer Partei vertreten. Tun sie das nicht, werden sie bei der n&auml;chsten Wahl nicht mehr aufgestellt: Friss oder stirb! Wer sich nicht willf&auml;hrig verh&auml;lt, wird rausgeworfen. Da ist den meisten Politikern die Geldb&ouml;rse und das Einkommen n&auml;her als die Interessen ihrer W&auml;hler.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: larger;">K&uuml;rzlich bin ich auf einen weiteren Aspekt gesto&szlig;en, der wohl so unglaublich ist, dass niemand dar&uuml;ber spricht: Die wichtigste Aufgabe der Abgeordneten, das Abstimmen &uuml;ber Gesetze, wird marginalisiert und zum l&auml;stigen Beiwerk degradiert. Wir alle erinnern uns an die bizarre Abstimmung &uuml;ber das Meldegesetz, das es Adressh&auml;ndlern erlauben sollte, Meldedaten von den Gemeinden zu kaufen, ohne dass Letztere daf&uuml;r die Einwilligung der betroffenen B&uuml;rger einholen m&uuml;ssen. Knapp 30 Abgeordnete stimmten dar&uuml;ber ab und im Ergebnis daf&uuml;r. Die anderen guckten wohl Fussball, man muss ja Priorit&auml;ten setzen ...<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: larger;">Wie konnte das m&ouml;glich sein? Wir kennen das aus allen m&ouml;glichen Satzungen von Vereinen, Unternehmen, Stiftungen etc. dass eine Mindestzahl von Angeh&ouml;rigen der Organisation anwesend sein muss, damit eine Abstimmung m&ouml;glich und g&uuml;ltig ist. Das ist auch beim Bundestag so - auf den ersten Blick. Im &sect;45 der Gesch&auml;ftsordnung des Deutschen Bundestags steht im Absatz (1): <br />
</span></p>
<blockquote>
<p><span style="font-size: larger;">Der Bundestag ist beschlu&szlig;f&auml;hig, wenn mehr als die H&auml;lfte seiner Mitglieder im Sitzungssaal anwesend ist.</span></p>
</blockquote>
<p><span style="font-size: larger;">Das klingt ja schon mal gut und ziemlich eindeutig. Aber dann gibt es da ja noch den Absatz (2):<br />
</span></p>
<blockquote>
<p><span style="font-size: larger;">Wird vor Beginn einer Abstimmung die Beschlu&szlig;f&auml;higkeit von einer  Fraktion oder von anwesenden f&uuml;nf vom Hundert der Mitglieder des  Bundestages bezweifelt und auch vom Sitzungsvorstand nicht einm&uuml;tig  bejaht oder wird die Beschlu&szlig;f&auml;higkeit vom Sitzungsvorstand im  Einvernehmen mit den Fraktionen bezweifelt, so ist in Verbindung mit der  Abstimmung die Beschlu&szlig;f&auml;higkeit durch Z&auml;hlung der Stimmen nach &sect;51, im  Laufe einer Kernzeit-Debatte im Verfahren nach &sect;52 festzustellen. Der  Pr&auml;sident kann die Abstimmung auf kurze Zeit aussetzen.</span></p>
</blockquote>
<p><span style="font-size: larger;">Es ist nicht die Tatsache relevant, dass z.B. nur 30 von derzeit 620 gew&auml;hlten Abgeordneten anwesend sind, und damit der Bundestag gem&auml;&szlig; &sect;45 (1) der Gesch&auml;ftsordnung nicht beschlussf&auml;hig ist, sondern das muss jemand ausdr&uuml;cklich sagen. Und da reicht nicht einer der die Augen aufmacht und bemerkt, dass nur so Wenige da sind, nein, nur Fraktionen oder - fraktions&uuml;bergreifend - mindestens 5% der (noch) Anwesenden m&uuml;ssen sich zusammensetzen, ein Votum vereinbaren, und damit zum amtierenden Sitzungsleiter marschieren mit der Aufforderung, dieser m&ouml;ge doch die Beschlussf&auml;higkeit des Bundestags &uuml;berpr&uuml;fen. Es verwundert da nicht, dass zwischen 1990 und 2009 (bis dahin sind </span><a href="http://www.bundestag.de/dokumente/datenhandbuch/07/07_15/index.html"><span style="font-size: larger;">statistische Daten</span></a><span style="font-size: larger;"> ver&ouml;ffentlicht) nur 9 (!) mal die Feststellung der Beschlussunf&auml;higkeit des Bundestags gefordert worden ist, also so ungef&auml;hr einmal alle 2 Jahre, oder etwa 2mal je Legislaturperiode.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: larger;">Ich konnte es irgendwo lesen, dass es &uuml;blich sei, die Anzahl der anwesenden Abgeordneten einfach zu ignorieren, und abzustimmen. Das machte mich neugierig: Ich wollte wissen, wie h&auml;ufig denn weniger als 50% der Abgeordneten &uuml;ber ein Gesetz beschlie&szlig;en. Da erlebte ich die n&auml;chste &Uuml;berraschung, denn das wei&szlig; niemand.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: larger;">Je Legislaturperiode werden um die 500 Gesetze beschlossen, +/- etwa 100. Wieviele Abgeordnete bei den Abstimmungen anwesend sind, wird nur festgehalten, wenn eine Fraktion oder eine Gruppe von 5% der bei der Abstimmung anwesenden Abgeordneten (&sect;52 Gesch&auml;ftsordnung des Deutschen Bundestags) eine namentliche Abstimmung beantragt. Und dies passiert nur in etwas mehr als 1/4 (genau 28,1% zwischen 1990 und 2009) der Abstimmungen &uuml;ber Gesetze. Bei der &uuml;berwiegenden Mehrheit der Abstimmungen &uuml;ber Gesetze wei&szlig; niemand genau, wieviele abgestimmt haben, wieviele daf&uuml;r oder dagegen waren, und wieviele sich der Stimme enthalten haben. Der Sitzungsleiter ruft zur Abstimmung auf, Leute heben die Hand oder stehen auf, der Sitzungsleiter guckt, und stellt Zustimmung oder Ablehnung fest. Das war's. So funktioniert die Gesetzgebung in Deutschland. Da wird nichts aufgeschrieben, nichts nachgehalten, nichts &uuml;berpr&uuml;ft, nichts notiert. &Uuml;brigens, auf meine ungl&auml;ubige Nachfrage machte man mir Hoffnung. Es gibt doch eine M&ouml;glichkeit festzustellen, wieviele anwesend waren: Seit ein paar Jahren gibt es Videoaufzeichnungen von den Abstimmungen. Die kann man sich anschauen und die anwesenden Leute z&auml;hlen. Manchmal auch, wieviele wie abgestimmt haben.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: larger;">Die wesentliche, h&ouml;chste, hoheitliche Aufgabe des Abgeordneten ist die Wahrnehmung seiner legislativen Funktion. Seine Mitwirkung an der Gesetzgebung. So sagt man uns, so lernen unsere Kinder das. Dass unser Bundestag bei etwa 3/4 der Gesetzesbeschl&uuml;sse noch nicht einmal wei&szlig;, wieviele abgestimmt haben, und wieviele genau daf&uuml;r oder dagegen waren, kann man da gar nicht glauben. Es ist aber so. Scheindemokratie. Die Frage ist, warum ist das so? Meine Antwort: Wenn man nicht wei&szlig;, wer wie abgestimmt hat, kann man auch niemanden zur Rechenschaft ziehen. </span></p>
<p><span style="font-size: smaller;"><em>(c) Foto:Siegfried Baier &nbsp;/ pixelio.de</em></span></p>
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		<title>500 Clans</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Sep 2012 15:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[50.000. Das ist die Zahl, die ich seit langem gesucht habe. Wievielen Menschen geh&#246;rt die Welt?&#160;Ich meine, so richtig, nicht nur ein bisschen, und nicht mit der Gefahr im Nacken, alles wieder verlieren zu k&#246;nnen. Zum Beispiel wenn man sich &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=1038">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: larger;"><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/453079_web_R_K_by_Thorben-Wengert_pixelio.de_.jpg"><img width="300" height="239" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/453079_web_R_K_by_Thorben-Wengert_pixelio.de_-300x239.jpg" alt="" title="453079_web_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.de" class="alignleft size-medium wp-image-1039" /></a>50.000. Das ist die Zahl, die ich seit langem gesucht habe. Wievielen Menschen geh&ouml;rt die Welt?&nbsp;Ich meine, so richtig, nicht nur ein bisschen, und nicht mit der Gefahr im Nacken, alles wieder verlieren zu k&ouml;nnen. Zum Beispiel wenn man sich die Falschen zu Feinden macht, oder einfach Pech hat im Gesch&auml;ft, oder zu doof ist um seine Sachen zumindest halbwegs zusammen zu halten. Ich habe die Grenze auf ein Verm&ouml;gen von 100 Millionen USD gesetzt. Wer soviel Geld hat, und es mit bescheidenen 5% Ertrag je Jahr investiert (die Deutsche Bank arbeitet auf 15% hin), der erh&auml;lt jeden Tag 10.000 USD mehr. Nach Steuern, also netto, in Deutschland. In anderen L&auml;ndern, wo die Steuern f&uuml;r Reiche noch niedriger sind, noch ein paar tausend Dollars mehr. Woher dieses Geld kommt? Zum Beispiel von den Rettungsschirmen f&uuml;r die Banken - die armen Bankbesitzer und die anderen, die ihre bescheidenen Verm&ouml;gen dort verwalten lassen, m&uuml;ssen doch davor gesch&uuml;tzt werden alles zu verlieren, nur weil sie sich wieder mal &uuml;bel verspekuliert hatten ...<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: larger;">Nun, die Frage war, wieviele davon gibt es? Jetzt wissen wir es, zumindest gr&ouml;&szlig;enordnungsm&auml;&szlig;ig: 49.505, davon &uuml;brigens 3.477 in Deutschland. Herausgefunden hat das eine Firma in Singapur, </span><a href="http://wealthx.com/wealthreport/#wealthreport"><span style="font-size: larger;">Wealth - X</span></a><span style="font-size: larger;">, die mit ein paar hundert &quot;Korrespondenten&quot; verteilt in der Welt nichts anderes tut als herauszufinden, wer viel Geld hat, wieviel davon genau, und wof&uuml;r die es ausgeben. Daraus machen die dann Dossiers, die man kaufen kann. Neben diesen wirklich Reichen haben sie noch etwa 130.000 nicht-ganz-so-Reiche identifiziert, die sich mit irgendwas zwischen 30 Millionen und 100 Millionen USD begn&uuml;gen m&uuml;ssen. <br />
</span></p>
<p><span style="font-size: larger;">Also, 50.000 richtig Reiche gibt es in der Welt, davon etwa 3.500 in Deutschland. Ungef&auml;hr 4% davon sind Milliard&auml;re, mit einem durchschnittlichen Verm&ouml;gen von etwa 2,9 Milliarden USD. Diese Leute leben im Stre&szlig;, m&uuml;ssen sie doch t&auml;glich auf's neue &uuml;berlegen, wie sie wieder mal etwa 300.000 neu hinzugekommene USD anlegen sollen. <br />
</span></p>
<p><span style="font-size: larger;">Nun sind diese 50.000 Superreichen nicht alleine. Ihre Kinder, ihre Ehefrauen, ihre Eltern, die Geschwister, Tanten und Onkel, der Schwager und die Schw&auml;gerin, ein paar Neffen und Nichten, nicht zu vergessen die wirklich engen Freunde, sind auch nicht arm. Z&auml;hlen wahrscheinlich auch selbst zu dieser Gruppe. Wenn wir mal davon ausgehen, dass jeweils etwa 100 von diesen Superreichen untereinander verwandt, verschw&auml;gert oder eng befreundet ist, dann haben wir 500 Clans (zu denen dann jeweils noch ein paar weitere hundert aus der arme-Schlucker-Gruppe derjenigen, die nur zwischen 30 und 100 Millionen USD haben, als Entourage hinzugez&auml;hlt werden k&ouml;nnen). Diese 500 &quot;Familien&quot;, das sind die K&ouml;nige unserer Zeit. Vielleicht sind es auch nur 250 Clans oder 1.000, aber die Zahl ist jetzt belastbarer. Wir wissen nun, wieviele Menschen davon leben, dass 7 Milliarden mehr oder weniger hungern und leiden, sich abrackern und zu Tode schuften. 7 Milliarden Sklaven f&uuml;r 500 Herrscherh&auml;user. Das nenne ich mal eine Erfolgsstory.</span></p>
<p><span style="font-size: smaller;"><em>(c) Foto: Thorben Wengert &nbsp;/ pixelio.de</em></span></p>
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		<title>Cui bono?</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jun 2012 11:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Staat und Regierung]]></category>
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		<description><![CDATA[Deutschland zahlt bis zu diesem Sommer insgesamt etwa 22 Milliarden Euro in den ESM ein. Cash, keine B&#252;rgschaften, keine Versprechen, sondern richtiges Geld. Nat&#252;rlich hat der Finanzminister das Geld nicht, er wird es sich bei den Banken leihen und die &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=995">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/FED-Washington1.jpg"><img width="240" height="180" class="alignleft size-full wp-image-1013" title="FED Washington" alt="" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/FED-Washington1.jpg" /></a>Deutschland zahlt bis zu diesem Sommer insgesamt etwa 22 Milliarden Euro in den ESM ein. Cash, keine B&uuml;rgschaften, keine Versprechen, sondern richtiges Geld. Nat&uuml;rlich hat der Finanzminister das Geld nicht, er wird es sich bei den Banken leihen und die Schulden Deutschlands entsprechend erh&ouml;hen.</p>
<p>Derzeit zahlt der deutsche Staat im Schnitt etwas mehr als 1,7% Zinsen f&uuml;r Kredite. Das sind bei 22 Milliarden Euro ca. 380 Millionen Euro. Knapp 400 Millionen Euro, die die Steuerzahler Deutschlands jedes Jahr an die Banken zahlen werden. 400 Millionen Euro jedes Jahr, die von unten nach oben verteilt werden. Zus&auml;tzlich zu den &uuml;ber 40 Milliarden Euro, die Deutschlands Steuerzahler sowieso schon an die Banken leiten.</p>
<p>Der ESM hat einen einzigen Zweck: Geld von den Steuerzahlern zu den Banken - und letztendlich den Besitzern der Banken - zu transferieren.</p>
<p>Wir werden ausgepresst wie die Zitronen. Die etwa 2 Billionen Dollar, die die Arbeitenden der Welt f&uuml;r die Schulden Ihrer Staaten an die Besitzer von Geld zahlen - Schulden, die in der Regel f&uuml;r Dinge aufgenommen wurden, die den Interessen der M&auml;chtigen dienen, und nicht den Interessen der B&uuml;rger - reichen noch nicht. Da ist noch mehr drin, vor allem im reichen Europa. Daher d&uuml;rfen die Europ&auml;er jetzt erst einmal nochmal jedes Jahr ca. 2,5 Milliarden Euro an die Banken zahlen. Die Gegenleistung daf&uuml;r? Nichts. Rein gar nichts. Es werden nur die Kredite der Banken gesch&uuml;tzt, es werden diejenigen gesch&uuml;tzt, die von einer Nicht-R&uuml;ckzahlung von Krediten betroffen w&auml;ren - die Besitzer von Geld. Daf&uuml;r ist, wie wir in den letzten drei Jahren gr&uuml;ndlich erfahren durften, Geld in nahezu unbegrenzter Menge sofort verf&uuml;gbar. Wenn 25.000 einfache Verk&auml;uferinnen bei Schlecker ihren Arbeitsplatz verlieren, daf&uuml;r ist nat&uuml;rlich kein Geld da um dort zu helfen: &quot;Es ist nicht Aufgabe des Staates, scheiternde Unternehmen zu retten!&quot;, so der offizielle Regierungskommentar.</p>
<p>Man versucht uns einzureden, dass die deutlich mehr als 100 Milliarden Euro, die Griechenland in den letzten Monaten bekommen hat, an die Griechen gegangen w&auml;ren. Dies ist in eine L&uuml;ge. Nicht 1 Euro davon ist in den griechischen Staatshaushalt geflossen, oder hat eine nun arbeitslose griechische Verk&auml;uferin erhalten, diese Milliarden, von denen &uuml;ber ein Viertel von den deutschen Steuerzahlern stammt, sind direkt an Banken gegangen. Wir transferieren Geld an Banken, nicht an bed&uuml;rftige Staaten. Wir spielen den letzten Akt in einem Spiel, das mit der Verf&uuml;hrung der Staaten zur Kreditaufnahme begonnen hat.</p>
<p>Besonders verr&uuml;ckt ist es, wenn man versteht, dass die europ&auml;ischen Staaten diese Milliarden f&uuml;r Griechenland nat&uuml;rlich auch nicht hatten, sondern bei Banken leihen mussten. Daraus entstehen etwa 4 Milliarden Euro Zinsen, die&nbsp; jedes Jahr von europ&auml;ischen Steuerzahlern an Banken gezahlt werden, damit genau diese Banken all die Milliarden Euro nicht verlieren, die sie fr&uuml;her an griechische Staats-Hasardeure verliehen hatten. Denn die Zinsen sind es letztendlich, worum es geht.</p>
<p>Die Banken haben kein Interesse an der R&uuml;ckzahlung von Schulden&nbsp;(schon mal versucht ein Immobiliendarlehen vorzeitig zur&uuml;ck zu zahlen?), sondern Ihr Interesse gilt den Zinszahlungen. Das Schlimmste was einer Bank passieren k&ouml;nnte w&auml;re, dass alle ihre Kredite zur&uuml;ckbezahlt werden. So eine Bank m&uuml;sste sofort Konkurs anmelden, weil sie kaum noch Einnahmen h&auml;tte (ich schreibe hier von Banken, nicht von den Wettb&uuml;ros, die - in der Regel anderer Leute - Geld platzieren auf Wetten &uuml;ber Zins-, Kurs-, Preis- oder Verf&uuml;gbarkeitsentwicklungen von Rohstoffen, Produkten, Dienstleistungen, Firmen oder ganzen Staaten). Das Konzept ist hervorragend aufgegangen. Die Staaten der Welt sind so verschuldet bei den Besitzern der Banken der Welt, dass sie ihnen nun auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind.</p>
<p>Wann haben die Staaten die Hoheit &uuml;ber ihr Geld aufgegeben? Wieso sind es nicht mehr Staaten, sondern privatwirtschaftlich organisierte und einzig an Profit interessierte Unternehmen, die &uuml;ber die Erzeugung und Verteilung von Geld bestimmen? Wieso zahlt der Steuerzahler Geld an Privatleute f&uuml;r etwas, was eigentlich sein ureigenstes Privileg als Volkssouver&auml;n ist: Die Versorgung des Staates mit Geld? Irgendwann, irgendwie ist es den Besitzern des Geldes gelungen der Welt die &Uuml;berzeugung einzupflanzen, dass sie die Herrscher des Geld sein m&uuml;ssten, und dass es nichts Schlimmeres g&auml;be, als wenn Staaten &uuml;ber die Geldversorgung bestimmen w&uuml;rden.</p>
<p>Vor drei Jahren feierte die Entstehung des privatwirtschaftlichen Zentralbanksystems 400j&auml;hrigen Geburtstag (1609 wurde die Amsterdamer Wechselbank gegr&uuml;ndet), im n&auml;chsten Jahr feiert die amerikanische FED (Federal Reserve System) ihren 100sten Geburtstag. Wer wissen m&ouml;chte, warum Staaten heute Geld an Banken zahlen, und nicht umgekehrt, sollte sich die Geschichte des Zentralbanksystems und insbesondere der Gr&uuml;ndung der FED einmal n&auml;her anschauen.</p>
<p>Solange die Staaten die Banken nicht entmachten und die Herrschaft &uuml;ber das Geld wieder &uuml;bernehmen, oder - noch besser - endlich das &uuml;berkommene Geld-System als solches durch ein moderneres Verfahren der Wertzuweisung und -aufbewahrung ersetzen, wird die Umverteilung von unten nach oben, die &Uuml;berweisung von Geld der arbeitenden Steuerzahler auf die Konten der nicht-arbeitenden Geldbesitzer weitergehen. Bis die Banker der Welt alles haben und die arbeitenden Menschen nichts mehr haben au&szlig;er ihrer Arbeitskraft, die dann f&uuml;r den Rest ihres Lebens an die Banker verpf&auml;ndet ist, direkt durch eigene Schulden und indirekt durch die Schulden ihres Staates. Aber das ist ja eigentlich f&uuml;r die meisten Menschen auf unserem Planeten auch heute schon so.</p>
<p><em><span style="font-size: smaller;">(c) Foto: Rdsmith4 (www.wikipedia.de)</span></em></p>
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		<title>Wie bitte, liebe UN?</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Feb 2012 21:22:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Staat und Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Bevölkerungswachstum]]></category>
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		<description><![CDATA[Nochmal zu meinem Lieblingsthema, Wachstum. Diesmal erneut zum Bevölkerungswachstum, die verdrängte, vergessene und totgeschwiegene Katastrophe. Wer sich die Prognosen der UN&#160;anschaut, wird beruhigt. Gegen 2050 wird das Bevölkerungswachstum bei ca. 9 bis 10 Milliarden Menschen mehr oder weniger enden. In &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=856">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/509104_web_R_K_by_Norbert-Roemers_pixelio.de_.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-857" title="509104_web_R_K_by_Norbert Roemers_pixelio.de" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/509104_web_R_K_by_Norbert-Roemers_pixelio.de_-199x300.jpg" alt="" height="300" width="199"/></a>Nochmal zu meinem Lieblingsthema, Wachstum. Diesmal erneut zum Bevölkerungswachstum, die verdrängte, vergessene und totgeschwiegene Katastrophe.</p>
<p>Wer sich die Prognosen der UN&nbsp;anschaut, wird beruhigt. Gegen 2050 wird das Bevölkerungswachstum bei ca. 9 bis 10 Milliarden Menschen mehr oder weniger enden. In den darauf folgenden 100 Jahren wird die Zahl der Menschen bestenfalls um weitere 2 Milliarden Menschen anwachsen. Wenn man sich die historische Entwicklung des Bevölkerungswachstums etwas genauer anschaut und die veröffentlichten Planungen der Bevölkerungswissenschaftler dagegen hält, dann fragt man sich jedoch, was die wohl geraucht haben. Sie wollen uns ernsthaft weismachen, dass die Zahl der Geburten je Frau bis zum Jahr 2150 um sagenhafte 97% gegenüber der derzeitigen Zahl der Geburten je Frau sinkt. Oder das die im Jahr 2150 lebenden ca. 3 Milliarden gebärfähigen Frauen nicht mehr zum Wachstum der Weltbevölkerung beitragen, als es die knapp 300 Millionen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts getan haben.Und das bei gleichzeitig weltweit sinkender Kindersterblichkeit und steigender Lebenserwartung. Dazu folgende Tabellen:</p>
<p><em>Erläuterungen zu den Tabellen: <strong><br /> </strong></em></p>
<ul>
<li><strong>von/bis bzw. Zeitraum 1 /&nbsp;Zeitraum 2</strong>: jeweiliger Zeitraum.</li>
<li><em> <strong>A</strong>: wieviele Menschen es durchschnittlich im jeweiligen Zeitraum gab, bzw. nach der UN&nbsp;Prognose dann geben soll (in Millionen). <br /> </em></li>
<li><em> <strong>B</strong>: </em><em>Die Zahl der Menschen, die im angegebenen Zeitraum durchschnittlich jährlich hinzugekommen sind bzw. hinzukommen werden, also das effektive absolute Bevölkerungswachstum je Jahr (in Millionen, unter Berücksichtigung von Effekten wie Kindersterblichkeit oder Lebenserwartung). </em><em><strong><br /> </strong></em></li>
<li><em><strong> C</strong>: </em><em>Wieviele der Menschen </em><em>(von A) gebärfähige Frauen waren, unter der Annahme, dass 50% der Menschen Frauen sind, und 50% dieser Frauen gebärfähig sind (in Millionen, wobei es egal ist, ob die absoluten Zahlen stimmen, weil es in dieser Analyse um die Verhältnisse geht). </em></li>
<li><em><strong> D</strong>: Quotient aus B / C, also die Zahl neu hinzugekommener bzw. neu hinzukommender Menschen je gebärfähiger Frau (Zuwachs, also die den Ersatzbedarf zum Ausgleich von Sterbefällen übersteigende Menge von Kindern).</em></li>
<li><strong><em>E:</em></strong><em> Prozentuale Veränderung des Quotienten (siehe D) von Zeitraum 1 auf Zeitraum 2</em></li>
</ul>
<p><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/Tabellen-Prognosen-Bevölkerungswachstum2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-927" title="Tabellen Prognosen Bevölkerungswachstum" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/Tabellen-Prognosen-Bevölkerungswachstum2.png" alt="" height="298" width="450"/></a>&nbsp;</p>
<p>Was fällt auf? In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts waren die gebärfähigen Frauen der Welt nicht nur fähig, sondern auch freudig. Nur zum Vergleich:&nbsp;der Durchschnittswert des Quotienten "D" aus der Tabelle oben über die vergangenen 1.000 Jahre liegt bei etwa 0,026, er war in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts fast dreimal so hoch, so hoch wie nie während der gesamten 40.000jährigen Menschheitsgeschichte. Wir reden hier über eine Bevölkerungsexplosion, auf einem leider bereits recht hohen Ausgangsniveau. Aber darauf will ich gar nicht hinaus. Mich interessiert die Zukunft.</p>
<p>In Tabelle 2 sieht man, dass während der Quotient für den Zeitraum von 1950 bis 1975 gegenüber dem davorliegenden Jahrhundertquartal um 66% stieg, und im darauf folgenden Jahrhundertquartal nochmal um 32%, nun ab diesem Jahrhundert eine dramatische Wende eintreten wird: in jedem Jahrhunderquartal soll gegenüber dem Vorhergenden dieser Quotient gleich um über 40% sinken, im letzten Jahrhundertquartal des 21. Jahrhunderts gar um 66%. Seit 250 Jahren hat die steigende Anzahl gebärfähiger Frauen stets auch zu einer Zunahme des Wachstums der Zahl neuer Menschen geführt, und zwar immer, mit einer Ausnahme, im zweistelligen Prozentbereich je Jahrhundertquartal bzw. Jahrhunderthälfte, und durchschnittlich um 32%. Ab 2000 soll dies schlagartig nicht nur reduziert, sondern in's Gegenteil verkehrt werden, mit einer durchschnittlichen Reduktion der Wachstumsrate um mehr als 43% für die nächsten 150 Jahre. Wie soll aus einem Jahrhunderte andauernden 32%igen Wachstum innerhalb von einer Generation eine 43%ige Schrumpfung werden, ohne massive Aufklärungskampagnen und signifikante Finanzierungen?</p>
<p>Die Prognose der UN behauptet, dass zwischen 2000 und 2025 der Quotient "D" aus Tabelle 1 im Durchschnitt auf knapp unter 0,05 sinken wird - immerhin immer noch doppelt so hoch wie im tausendjährigen Durchschnitt. Danach soll er bis 2050 wieder auf das langjährige Durchschnittsniveau herabsinken - nun gut, einen über 1.000 Jahre gültigen Durchschnittwert wieder zu erreichen, das kann ja durchaus realistisch sein. Aber dann wird es lustig: nach der Jahrhundertwende soll diese Quote auf einen Wert sinken, den es zuletzt im 11. und 12. Jahrhundert gab. Und bis Mitte des nächsten Jahrhunderts sogar auf einen Wert, wie es ihn seit über 1.000 Jahren nicht mehr gegeben hat, und der damals durch eine exorbitante Kindersterblichkeit und tödliche Krankheiten wie Cholera, Pest, Lungenentzündung, Blinddarmentzündung, bakterielle Infektionen, etc. unterstützt wurde.</p>
<p>In anderen Worten: Während am Anfang des vergangenen Jahrhunderts im Schnitt weniger als 500 Millionen Frauen jährlich einen Bevölkerungszuwachs von 14 Millionen Menschen schafften, sollen in der Mitte des kommenden Jahrhunderts knapp 3 Milliarden Frauen einen jährlichen Zuwachs von nur noch 6 Millionen Menschen verursachen (nochmal zur Erinnerung und zum Vergleich: aktuell beträgt der jährliche Zuwachs deutlich über 80 Millionen Menschen, bei nur 1,5 Milliarden gebärfähige Frauen!). Mit anderen Worten: die Geburtenrate je Frau soll in den kommenden 140 Jahren gegenüber dem aktuellen Wert um fast 97% sinken. Wobei man zusätzlich berücksichtigen muss, dass man annehmen darf, dass die Menschen nach Annahmen der UN&nbsp;in 150 Jahren länger leben, weniger verunfallen und gesünder sind, diese Reduktion also wahrscheinlich noch stärker ausfallen muss.</p>
<p>Liebe UN, wie bitteschön, soll das möglich sein? Womit wird dieser wundersame, dramatische und nie dagewesene freiwillige Geburtenentzug der Frauen begründet?</p>
<p>Was man natürlich auch noch in dieser Tabelle ablesen kann: Seit Anfang des 18. Jahrhunderts, also in den vergangenen 200 Jahren, steigt die durchschnittliche jährliche Zuwachszahl an Menschen kontinuierlich an. Von 2 Millionen je Jahr vor 200 Jahren auf 100 Millionen je Jahr zum Ende des letzten Jahrhunderts. Aber ab diesem Jahrhundert wird alles anders:&nbsp;die Zahl der jährlich hinzukommenden Menschen wird sinken, trotz einer nach wie vor ständig wachsenden Zahl gebärfähiger Frauen! Und zwar auf den Wert, den es zuletzt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab, als es zehnmal weniger gebärfähige Frauen gab, als es in der Mitte des kommenden Jahrhunderts dann geben soll! Ich frage mich, wie das gehen soll. Zwangssterilisationen?</p>
<p>Wenn wir - ganz optimistisch - davon ausgehen, dass die Zahl der Geburten je gebärfähiger Frau tatsächlich in Zukunft ständig und so sehr sinken wird, dass ein jährlicher Zuwachs auf etwa 80 Millionen Menschen, den ungefähren Durchschnittswert der vergangenen 50 Jahre, stabilisiert wird, dann werden wir 2150 nicht 11,5 Milliarden Menschen haben, sondern ungefähr 18 Milliarden Menschen. Und das ist nach meiner Auffassung eine optimistische Schätzung, es würden eher deutlich über 20 Milliarden Menschen sein ... wenn wir nicht derzeit alle der Schlachtbank zuführen würden.</p>
<p>Denn all dies ist pure Theorie. Im Jahr 2150 wird es bestenfalls noch ein paar hundert Millionen Menschen geben. Die anderen Milliarden werden im Krieg der Kriege um die letzten Nahrungsmittelreserven, die letzten Rohstoffvorkommen und die letzten Wasservorräte, der spätestens gegen Ende dieses Jahrhunderts beginnen wird, umgekommen sein.</p>
<p><em><span style="font-size: smaller;">(c) Foto: Norbert Roemers &nbsp;/ pixelio.de</span></em></p>
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		<title>Die Wachstumsfalle</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 19:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Staat und Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Genozid]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
		<category><![CDATA[Sklaven]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Zins]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das durchschnittliche j&#228;hrliche Wirtschaftswachstum auf unserem Planeten betrug in den letzten 100 Jahren ca. 3,7%, in den letzten 60 Jahren ca. 4,7%. Trotz der gr&#246;&#223;ten Weltwirtschaftskrise seit den 30er Jahren - das Jahr 2009 war das erste und einzige Jahr &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=848">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/561698_web_R_by_Uwe-Bergeest_pixelio.de_.jpg"><img width="300" height="247" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/561698_web_R_by_Uwe-Bergeest_pixelio.de_-300x247.jpg" alt="" title="561698_web_R_by_Uwe Bergeest_pixelio.de" class="alignleft size-medium wp-image-851" /></a>Das durchschnittliche j&auml;hrliche Wirtschaftswachstum auf unserem Planeten betrug in den letzten 100 Jahren ca. 3,7%, in den letzten 60 Jahren ca. 4,7%. Trotz der gr&ouml;&szlig;ten Weltwirtschaftskrise seit den 30er Jahren - das Jahr 2009 war das erste und einzige Jahr seit Ende des zweiten Weltkrieges, an dem die Weltwirtschaft nicht gewachsen ist, sondern um gleich 14% schrumpfte, betrug die durchschnittliche j&auml;hrliche Wachstumsrate von von 2005 bis 2010 fast 9%. Die meisten m&ouml;gen sich dar&uuml;ber freuen, aber wer meine Artikel kennt und liest, wei&szlig; was jetzt kommt: Nur diejenigen freuen sich dar&uuml;ber, die die Wirkung der exponentiellen Kraft von Wachstum nicht verstehen.</p>
<p>Dazu folgende Tabelle:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/Tabelle-Wirtschaftswachstum.png"><img width="200" height="632" alt="" class="aligncenter size-full wp-image-929" title="Tabelle Wirtschaftswachstum" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/Tabelle-Wirtschaftswachstum.png" /></a></p>
<p>In dieser Tabelle wird gezeigt, wieviel unser Planet im Verlauf der kommenden drei Jahrhunderte produzieren wird,</p>
<ul>
<li>wenn das durchschnittliche j&auml;hrliche Wirtschaftswachstum 3% betr&auml;gt (was einen R&uuml;ckfall der Weltwirtschaft in die Wachstumsraten des 19. Jahrhunderts bedeuten w&uuml;rde), oder</li>
<li>wenn das Durchschnittswachstum 4,5% betr&auml;gt, was etwas weniger ist als das, was wir seit dem zweiten Weltkrieg haben, oder</li>
<li>wenn sich das Weltwirtschaftswachstum auf einem noch h&ouml;heren Durchschnittswert von 6% stabilisiert, was sich alle Industriekapit&auml;ne w&uuml;nschen.</li>
</ul>
<p>Die Aussage ist ganz einfach: Bei einem durchschnittlichen Wachstum von 3% werden wir am Ende dieses Jahrhunderts 16mal soviel produzieren wie heute. Und das ist die &quot;pessimistische&quot; Annahme. Wenn wir davon ausgehen, dass das Wachstum so bleibt, wie es die letzten 60 Jahre war, dann werden wir schon in nochmal 60 Jahren 16mal soviel produzieren wie heute, und im Jahr 2100 etwa 64mal soviel. Und wenn die Superoptimisten recht behalten, dann wird es 2100 sogar 256mal soviel sein wie heute. Man braucht kein Raketenwissenschaftler zu sein um zu erkennen, dass dies weder m&ouml;glich noch w&uuml;nschenswert ist. 64mal soviel bedeutet zum Beispiel, dass im Jahr 2100 fast 5 Milliarden Autos hergestellt werden. Und wenn wir &quot;nur&quot; bei 3% Wachstum bleiben, dann werden wir im Jahr 2200 jedes Jahr (!) 20 Milliarden Autos bauen.</p>
<p>Das Dumme an der ganzen Geschichte ist, dass Wachstum f&uuml;r das herrschende kapitalistische System zwingend notwendig ist. Denn nur durch Wachstum kann das Geld erwirtschaftet werden, mit dem die Zinsen f&uuml;r das zirkulierende Geld bezahlt werden m&uuml;ssen. Denn jeder Dollar, jeder Euro, jeder Franken, jedes Pfund, jeder Yen existiert nur deswegen, weil er von irgendwem als Kredit aufgenommen wurde, und f&uuml;r Kredite m&uuml;ssen Zinsen bezahlt werden. Im Schnitt zwischen 5% und 10% der gesamten zirkulierenden Geldsumme muss jedes Jahr zus&auml;tzlich erwirtschaftet werden. Geschieht dies nicht, k&ouml;nnen Zinsen nicht gezahlt, Kredite nicht bedient werden, und die Sicherheiten gehen an die Gl&auml;ubiger. Das ist das Geheimnis und das Ziel des Zinskapitalismus, die &Uuml;bertragung der Sachwerte von den Flei&szlig;igen und Arbeitenden auf die Besitzer von Geld. Der Tausch von Geld, dass nur das Papier wert ist, auf dem es gedruckt wurde (wobei f&uuml;r mehr als 90% der zirkulierenden Geldes noch nicht einmal dieser Minimalwert existiert, weil es das nur als Daten in Computern gibt), gegen H&auml;user, Grundst&uuml;cke und alles andere, was allgemein als&nbsp;Sicherheit f&uuml;r Kredite akzeptiert wird.</p>
<p>Ohne Wachstum funktioniert dieses System nicht, weil die Bev&ouml;lkerung dann zu leicht merken w&uuml;rde, dass sie ausgeraubt wird. Darum wird die herrschende Oligarchie der Unternehmen und ihrer Besitzer dieses System solange fahren bis es zusammenbricht und dabei versuchen, solange wie m&ouml;glich die Sch&auml;fchen im Dunkel zu halten. Irgendwann wird das Kartenhaus dennoch zusammenfallen, und die Pl&uuml;nderer und Sklavenherren des Planeten haben bis dahin praktisch alles was Wertvoll ist in ihren Besitz gebracht. Den daran anschlie&szlig;enden Krieg der Verhungernden werden sie in ihren Burgen aussitzen und sich danach eines grundgereinigten Planeten mit gerade noch ein paar hundert Millionen Menschen erfreuen, die ihnen dann weiterhin als Sklaven dienen k&ouml;nnen.</p>
<p>Dies wissen diejenigen, die von diesem System profitieren, nat&uuml;rlich. Der Zusammenbruch ist ja auch nicht wirklich schwer vorherzusagen. Wir m&uuml;ssen die Lebensmittelkonzerne, die Chemieindustrie, die Hersteller von Waffen, Tabak oder Alkohol, die Pharma- und Atomindustrie, die Automobilhersteller, die Banker und alle anderen Profiteure dieses zuk&uuml;nftigen Abschlachtens unserer Enkel wegen V&ouml;lkermord und Planetenzerst&ouml;rung anklagen. Wissenschaftler, Priester, Politiker und alle anderen, die dies alles wider besseren Wissens dulden und unterst&uuml;tzen geh&ouml;ren mit auf die Anklagebank. Jeden Tag sterben jetzt schon fast 40.000 Menschen, die meisten davon Kinder, an Hunger, leben Milliarden in Leid und Not. Es ist nicht so, dass da niemand f&uuml;r verantwortlich ist. Es ist auch nicht so, dass man dies nicht &auml;ndern k&ouml;nnte. Auch um dies zu erkennen, braucht man nicht Nobelpreistr&auml;ger zu sein.</p>
<p>Hier noch zwei Tabellen dazu:&nbsp;</p>
<table width="511" cellspacing="0" cellpadding="0" border="0">
<colgroup>
<col width="177" style="mso-width-source:userset;mso-width-alt:6286;width:133pt" />
<col width="74" style="mso-width-source:userset;mso-width-alt:2616;width:55pt" />
<col width="45" style="mso-width-source:userset;mso-width-alt:1592;width:34pt" />
<col width="31" style="mso-width-source:userset;mso-width-alt:1109;width:23pt" />
<col width="61" style="mso-width-source:userset;mso-width-alt:2161;width:46pt" />
<col width="78" style="mso-width-source:userset;mso-width-alt:2759;width:58pt" />
<col width="45" style="mso-width-source:userset;mso-width-alt:1592;width:34pt" />  </colgroup>
<tbody>
<tr height="19" style="height:14.4pt">
<td width="177" height="19" class="xl68" style="height:14.4pt;width:133pt">j&auml;hrlicher   &Oslash; &uuml;ber die letzten</td>
<td width="74" class="xl68" style="border-left:none;width:55pt">700 Jahre:</td>
<td align="right" width="45" class="xl69" style="border-left:none;width:34pt;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#63BE7B;mso-pattern:black none">1,03%</td>
<td width="31" style="width:23pt">&nbsp;</td>
<td width="61" class="xl69" style="width:46pt">bzw. von</td>
<td width="78" class="xl71" style="border-left:none;width:58pt">1300 - 1400</td>
<td align="right" width="45" class="xl72" style="border-left:none;width:34pt;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#00B050;mso-pattern:black none">0,34%</td>
</tr>
<tr height="19" style="height:14.4pt">
<td height="19" class="xl68" style="height:14.4pt;border-top:none">j&auml;hrlicher &Oslash;   &uuml;ber die letzten</td>
<td class="xl68" style="border-top:none;border-left:none">600 Jahre:</td>
<td align="right" class="xl70" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#6FC17B;mso-pattern:black none">1,14%</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="xl69" style="border-top:none">bzw. von</td>
<td class="xl71" style="border-top:none;border-left:none">1400 - 1500</td>
<td align="right" class="xl72" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#00B050;mso-pattern:black none">0,27%</td>
</tr>
<tr height="19" style="height:14.4pt">
<td height="19" class="xl68" style="height:14.4pt;border-top:none">j&auml;hrlicher &Oslash;   &uuml;ber die letzten</td>
<td class="xl68" style="border-top:none;border-left:none">500 Jahre:</td>
<td align="right" class="xl70" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#83C77C;mso-pattern:black none">1,32%</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="xl69" style="border-top:none">bzw. von</td>
<td class="xl71" style="border-top:none;border-left:none">1500 - 1600</td>
<td align="right" class="xl72" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#00B050;mso-pattern:black none">0,28%</td>
</tr>
<tr height="19" style="height:14.4pt">
<td height="19" class="xl68" style="height:14.4pt;border-top:none">j&auml;hrlicher &Oslash;   &uuml;ber die letzten</td>
<td class="xl68" style="border-top:none;border-left:none">400 Jahre:</td>
<td align="right" class="xl69" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#A2D07E;mso-pattern:black none">1,59%</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="xl69" style="border-top:none">bzw. von</td>
<td class="xl71" style="border-top:none;border-left:none">1600 - 1700</td>
<td align="right" class="xl72" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#00B050;mso-pattern:black none">0,26%</td>
</tr>
<tr height="19" style="height:14.4pt">
<td height="19" class="xl68" style="height:14.4pt;border-top:none">j&auml;hrlicher &Oslash;   &uuml;ber die letzten</td>
<td class="xl68" style="border-top:none;border-left:none">300 Jahre:</td>
<td align="right" class="xl69" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#D4DE81;mso-pattern:black none">2,03%</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="xl69" style="border-top:none">bzw. von</td>
<td class="xl71" style="border-top:none;border-left:none">1700 - 1800</td>
<td align="right" class="xl70" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#00B050;mso-pattern:black none">0,57%</td>
</tr>
<tr height="19" style="height:14.4pt">
<td height="19" class="xl68" style="height:14.4pt;border-top:none">j&auml;hrlicher &Oslash;   &uuml;ber die letzten</td>
<td class="xl68" style="border-top:none;border-left:none">200 Jahre:</td>
<td align="right" class="xl69" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#FFE483;mso-pattern:black none">2,78%</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="xl69" style="border-top:none">bzw. von</td>
<td class="xl71" style="border-top:none;border-left:none">1800 - 1900</td>
<td align="right" class="xl70" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#E0E37D;mso-pattern:black none">1,88%</td>
</tr>
<tr height="19" style="height:14.4pt">
<td height="19" class="xl68" style="height:14.4pt;border-top:none">j&auml;hrlicher &Oslash;   &uuml;ber die letzten</td>
<td class="xl68" style="border-top:none;border-left:none">100 Jahre:</td>
<td align="right" class="xl69" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#FED17F;mso-pattern:black none">3,72%</td>
<td>&nbsp;</td>
<td class="xl69" style="border-top:none">bzw. von</td>
<td class="xl71" style="border-top:none;border-left:none">1900 - 2000</td>
<td align="right" class="xl70" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:red;mso-pattern:black none">3,72%</td>
</tr>
<tr height="19" style="height:14.4pt">
<td height="19" class="xl68" style="height:14.4pt;border-top:none">j&auml;hrlicher &Oslash;   &uuml;ber die letzten</td>
<td class="xl68" style="border-top:none;border-left:none">60 Jahre:</td>
<td align="right" class="xl69" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#FDBC7B;mso-pattern:black none">4,75%</td>
<td class="xl66">&nbsp;</td>
<td class="xl67">&nbsp;</td>
<td class="xl67">&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr height="19" style="height:14.4pt">
<td height="19" class="xl68" style="height:14.4pt;border-top:none">j&auml;hrlicher &Oslash;   &uuml;ber die letzten</td>
<td class="xl68" style="border-top:none;border-left:none">10 Jahre:</td>
<td align="right" class="xl69" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#FDB97B;mso-pattern:black none">4,91%</td>
<td class="xl66">&nbsp;</td>
<td class="xl67">&nbsp;</td>
<td class="xl67">&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
<tr height="19" style="height:14.4pt">
<td height="19" class="xl68" style="height:14.4pt;border-top:none">j&auml;hrlicher &Oslash;   &uuml;ber die letzten</td>
<td class="xl68" style="border-top:none;border-left:none">5 Jahre:</td>
<td align="right" class="xl69" style="border-top:none;border-left:none;
            font-size:11.0pt;color:windowtext;font-weight:400;text-decoration:none;
            text-underline-style:none;text-line-through:none;font-family:Calibri;
            border:.5pt solid windowtext;background:#F8696B;mso-pattern:black none">8,80%</td>
<td class="xl66">&nbsp;</td>
<td class="xl67">&nbsp;</td>
<td class="xl67">&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Das Durchschnittliche Wirtschaftswachstum je Jahr betrug &uuml;ber die letzten 700 Jahre ziemlich genau 1%, und je st&auml;rker man den Betrachtungszeitraum verk&uuml;rzt, desto h&ouml;her wird das durchschnittliche Wirtschaftswachstum je Jahr. Bis in das 18. Jahrhundert hinein betrug das durchschnittliche Wirtschaftswachstum je Jahr in der Regel weniger als 0,5%. Erst mit der Entwicklung der Industrialisierung begann dieses Wachstum zu explodieren, und nimmt seit her - von kleineren Einbr&uuml;chen abgesehen - st&auml;ndig zu. Man will uns glauben machen, dies kann ewig so weiter gehen. Wer dem folgt, muss schwachsinnig sein.</p>
<p><span style="font-size: smaller;"><em>(c) Foto: Uwe Bergeest &nbsp;/ pixelio.de</em></span></p>
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		<item>
		<title>Der grüne Planet</title>
		<link>http://emancipare.org/?p=825</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 18:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Grundversorgung]]></category>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; Ich habe heute einen wunderbaren Spielfilm entdeckt, den ich jedem, dem die Zukunft unseres Planeten nicht vollkommen egal ist, empfehlen m&#246;chte. Leute, die lieber im Luxus des Jetzt leben als den eigenen Enkeln &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=825">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/567519_web_R_K_B_by_Gerd-Altmann_pixelio.de_.jpg"><img height="212" width="300" align="left" alt="" class="aligncenter size-medium wp-image-988" title="567519_web_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.de" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/567519_web_R_K_B_by_Gerd-Altmann_pixelio.de_-300x212.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich habe heute einen wunderbaren Spielfilm entdeckt, den ich jedem, dem die Zukunft unseres Planeten nicht vollkommen egal ist, empfehlen m&ouml;chte. Leute, die lieber im Luxus des Jetzt leben als den eigenen Enkeln einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen, werden den Film nicht m&ouml;gen:</p>
<p>
<p><a href="//www.youtube.com/watch?v=mb6uhCd9FL0">//www.youtube.com/watch?v=mb6uhCd9FL0</a></p>
</p>
<p>Dieser Film ist bereits 1996 erschienen, man mag es kaum glauben. Aber er beweist wieder mal meine Theorie, dass ich hier nichts Neues beschreibe, und das es mittlerweile viele, viele Menschen gibt, die den Wahnsinn unserer Zeit erkennen. Man beachte vor allem den Teil ab ca. 01:14:00 ...&nbsp;</p>
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		<title>Schuldenwahnsinn</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 17:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Staat und Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern und Abgaben]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn man alle Staatschulden aller Staaten zusammenz&#228;hlt, kommt man derzeit auf den wahnsinnigen Betrag von derzeit etwa 55 Billionen US Dollar. Wohlgemerkt, alle Staaten dieses Planeten. Das entspricht fast der gesamten j&#228;hrlichen Wirtschaftsleistung unseres Planeten. Da stellt sich doch dann &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=797">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/341946_web_R_by_HAUK-MEDIEN-ARCHIV-_-www.bayernnachrichten.de-_-Alexander-Hauk_pixelio.de_.jpg"><img height="183" width="300" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/341946_web_R_by_HAUK-MEDIEN-ARCHIV-_-www.bayernnachrichten.de-_-Alexander-Hauk_pixelio.de_-300x183.jpg" alt="" title="341946_web_R_by_HAUK MEDIEN ARCHIV _ www.bayernnachrichten.de _ Alexander Hauk_pixelio.de" class="alignleft size-medium wp-image-803" /></a>Wenn man alle Staatschulden aller Staaten zusammenz&auml;hlt, kommt man derzeit auf den wahnsinnigen Betrag von derzeit etwa <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,778952,00.html">55 Billionen US Dollar</a>. Wohlgemerkt, alle Staaten dieses Planeten. Das entspricht fast der gesamten j&auml;hrlichen Wirtschaftsleistung unseres Planeten. Da stellt sich doch dann die Frage: Bei wem ist denn unser Planet so hoch verschuldet? Beim Mars, bei der Venus? Nun, unsere Staaten sind bei der Finanzindustrie verschuldet, bei Banken, bei Versicherungen, bei Fonds. Wieso ist das so? Wieso haben die Banken Geld, und die Staaten nicht? Sollte das nicht eigentlich umgekehrt sein? Sollten es nicht die Staaten sein, die das Geld haben, und den Banken zur Verf&uuml;gung stellen? Wieso haben heute profitorientierte Privatunternehmen das Geld, wo ist die Geldhoheit der Staaten geblieben? Und dann gibt es ja noch die gesch&auml;tzten &uuml;ber 100 Billionen Euro, mit denen Unternehmen und Privathaushalte verschuldet sind.</p>
<p>Das ist aber nur eine Facette der Merkw&uuml;rdigkeit. Schauen wir uns kurz eine andere Facette an.</p>
<p>Nehmen wir an, dass die durchschnittliche Verzinsung der Staatsschulden bei 5% p.a. liegt. Das sind dann &uuml;ber 2,5 Billionen Dollar, die jedes Jahr an diejenigen gezahlt werden, bei denen sich die Staaten verschuldet haben. Das ist mehr als das gesamte Bruttoinlandsprodukt von Afrika, dem Mittleren Osten oder ganz S&uuml;damerika. Oder ungef&auml;hr drei Jahre lang alle Steuereinnahmen Deutschlands. Wer bekommt dieses Geld? Und: wer erwirtschaftet dieses Geld? Wenn man dann noch die Billionen Euro hinzurechnet, die Unternehmen und Privatleute jedes Jahr an Zinsen f&uuml;r ihre Kredite zahlen m&uuml;ssen, dann wird die Dimension dieser Umverteilung erst richtig deutlich. Vor allem wenn man versteht, das Geld nicht arbeitet, sondern das Geld den Wert der Arbeit von vielen, vielen Menschen einfach absaugt.</p>
<p>Banken machen Geld, das sie den Staaten, Unternehmen und Menschen leihen, und wir alle sind dadurch gezwungen zu arbeiten, um das Geld wieder zur&uuml;ck zu zahlen, und vor allem, um den Preis f&uuml;r das Geld zu bezahlen, die Zinsen.</p>
<p>Wie w&auml;re es, wenn die Staaten einfach per Gesetz ihre Geldhoheit zur&uuml;ckholen? Alle Staatsschulden als Raub an den V&ouml;lkern der Erde f&uuml;r nichtig erkl&auml;ren, und zuk&uuml;nftig sich nicht mehr Geld von Privatleuten leihen, sondern das Geld zinsfrei selbst herstellen, das sie und die Unternehmen und Menschen in ihrem Land brauchen. Oder, noch besser, endlich die M&ouml;glichkeiten der modernen Informationstechnologie nutzen, und einfach auf Geld ganz verzichten. Dann w&uuml;rden auch Unternehmen und Menschen schlie&szlig;lich aus der Zinssklaverei unserer Banken entlassen.</p>
<p>Das ist nicht utopischer als der Gedanke, dass die Geldhoheit nicht mehr bei den Staaten liegt, sondern bei Privatunternehmen.</p>
<p><span style="font-size: smaller;"><em>(c) Foto: HAUK MEDIEN ARCHIV / www.bayernnachrichten.de / Alexander Hauk &nbsp;/ pixelio.de</em></span></p>
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