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	<title>emancipare &#187; Überbevölkerung</title>
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	<description>Zukunft der Menschheit ∞ Zukunft der Gesellschaft ∞ Aufbruch in die Zukunft</description>
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		<title>Wie bitte, liebe UN?</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Feb 2012 21:22:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nochmal zu meinem Lieblingsthema, Wachstum. Diesmal erneut zum Bevölkerungswachstum, die verdrängte, vergessene und totgeschwiegene Katastrophe. Wer sich die Prognosen der UN&#160;anschaut, wird beruhigt. Gegen 2050 wird das Bevölkerungswachstum bei ca. 9 bis 10 Milliarden Menschen mehr oder weniger enden. In &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=856">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/509104_web_R_K_by_Norbert-Roemers_pixelio.de_.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-857" title="509104_web_R_K_by_Norbert Roemers_pixelio.de" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/509104_web_R_K_by_Norbert-Roemers_pixelio.de_-199x300.jpg" alt="" height="300" width="199"/></a>Nochmal zu meinem Lieblingsthema, Wachstum. Diesmal erneut zum Bevölkerungswachstum, die verdrängte, vergessene und totgeschwiegene Katastrophe.</p>
<p>Wer sich die Prognosen der UN&nbsp;anschaut, wird beruhigt. Gegen 2050 wird das Bevölkerungswachstum bei ca. 9 bis 10 Milliarden Menschen mehr oder weniger enden. In den darauf folgenden 100 Jahren wird die Zahl der Menschen bestenfalls um weitere 2 Milliarden Menschen anwachsen. Wenn man sich die historische Entwicklung des Bevölkerungswachstums etwas genauer anschaut und die veröffentlichten Planungen der Bevölkerungswissenschaftler dagegen hält, dann fragt man sich jedoch, was die wohl geraucht haben. Sie wollen uns ernsthaft weismachen, dass die Zahl der Geburten je Frau bis zum Jahr 2150 um sagenhafte 97% gegenüber der derzeitigen Zahl der Geburten je Frau sinkt. Oder das die im Jahr 2150 lebenden ca. 3 Milliarden gebärfähigen Frauen nicht mehr zum Wachstum der Weltbevölkerung beitragen, als es die knapp 300 Millionen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts getan haben.Und das bei gleichzeitig weltweit sinkender Kindersterblichkeit und steigender Lebenserwartung. Dazu folgende Tabellen:</p>
<p><em>Erläuterungen zu den Tabellen: <strong><br /> </strong></em></p>
<ul>
<li><strong>von/bis bzw. Zeitraum 1 /&nbsp;Zeitraum 2</strong>: jeweiliger Zeitraum.</li>
<li><em> <strong>A</strong>: wieviele Menschen es durchschnittlich im jeweiligen Zeitraum gab, bzw. nach der UN&nbsp;Prognose dann geben soll (in Millionen). <br /> </em></li>
<li><em> <strong>B</strong>: </em><em>Die Zahl der Menschen, die im angegebenen Zeitraum durchschnittlich jährlich hinzugekommen sind bzw. hinzukommen werden, also das effektive absolute Bevölkerungswachstum je Jahr (in Millionen, unter Berücksichtigung von Effekten wie Kindersterblichkeit oder Lebenserwartung). </em><em><strong><br /> </strong></em></li>
<li><em><strong> C</strong>: </em><em>Wieviele der Menschen </em><em>(von A) gebärfähige Frauen waren, unter der Annahme, dass 50% der Menschen Frauen sind, und 50% dieser Frauen gebärfähig sind (in Millionen, wobei es egal ist, ob die absoluten Zahlen stimmen, weil es in dieser Analyse um die Verhältnisse geht). </em></li>
<li><em><strong> D</strong>: Quotient aus B / C, also die Zahl neu hinzugekommener bzw. neu hinzukommender Menschen je gebärfähiger Frau (Zuwachs, also die den Ersatzbedarf zum Ausgleich von Sterbefällen übersteigende Menge von Kindern).</em></li>
<li><strong><em>E:</em></strong><em> Prozentuale Veränderung des Quotienten (siehe D) von Zeitraum 1 auf Zeitraum 2</em></li>
</ul>
<p><a href="http://emancipare.org/wp-content/uploads/Tabellen-Prognosen-Bevölkerungswachstum2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-927" title="Tabellen Prognosen Bevölkerungswachstum" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/Tabellen-Prognosen-Bevölkerungswachstum2.png" alt="" height="298" width="450"/></a>&nbsp;</p>
<p>Was fällt auf? In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts waren die gebärfähigen Frauen der Welt nicht nur fähig, sondern auch freudig. Nur zum Vergleich:&nbsp;der Durchschnittswert des Quotienten "D" aus der Tabelle oben über die vergangenen 1.000 Jahre liegt bei etwa 0,026, er war in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts fast dreimal so hoch, so hoch wie nie während der gesamten 40.000jährigen Menschheitsgeschichte. Wir reden hier über eine Bevölkerungsexplosion, auf einem leider bereits recht hohen Ausgangsniveau. Aber darauf will ich gar nicht hinaus. Mich interessiert die Zukunft.</p>
<p>In Tabelle 2 sieht man, dass während der Quotient für den Zeitraum von 1950 bis 1975 gegenüber dem davorliegenden Jahrhundertquartal um 66% stieg, und im darauf folgenden Jahrhundertquartal nochmal um 32%, nun ab diesem Jahrhundert eine dramatische Wende eintreten wird: in jedem Jahrhunderquartal soll gegenüber dem Vorhergenden dieser Quotient gleich um über 40% sinken, im letzten Jahrhundertquartal des 21. Jahrhunderts gar um 66%. Seit 250 Jahren hat die steigende Anzahl gebärfähiger Frauen stets auch zu einer Zunahme des Wachstums der Zahl neuer Menschen geführt, und zwar immer, mit einer Ausnahme, im zweistelligen Prozentbereich je Jahrhundertquartal bzw. Jahrhunderthälfte, und durchschnittlich um 32%. Ab 2000 soll dies schlagartig nicht nur reduziert, sondern in's Gegenteil verkehrt werden, mit einer durchschnittlichen Reduktion der Wachstumsrate um mehr als 43% für die nächsten 150 Jahre. Wie soll aus einem Jahrhunderte andauernden 32%igen Wachstum innerhalb von einer Generation eine 43%ige Schrumpfung werden, ohne massive Aufklärungskampagnen und signifikante Finanzierungen?</p>
<p>Die Prognose der UN behauptet, dass zwischen 2000 und 2025 der Quotient "D" aus Tabelle 1 im Durchschnitt auf knapp unter 0,05 sinken wird - immerhin immer noch doppelt so hoch wie im tausendjährigen Durchschnitt. Danach soll er bis 2050 wieder auf das langjährige Durchschnittsniveau herabsinken - nun gut, einen über 1.000 Jahre gültigen Durchschnittwert wieder zu erreichen, das kann ja durchaus realistisch sein. Aber dann wird es lustig: nach der Jahrhundertwende soll diese Quote auf einen Wert sinken, den es zuletzt im 11. und 12. Jahrhundert gab. Und bis Mitte des nächsten Jahrhunderts sogar auf einen Wert, wie es ihn seit über 1.000 Jahren nicht mehr gegeben hat, und der damals durch eine exorbitante Kindersterblichkeit und tödliche Krankheiten wie Cholera, Pest, Lungenentzündung, Blinddarmentzündung, bakterielle Infektionen, etc. unterstützt wurde.</p>
<p>In anderen Worten: Während am Anfang des vergangenen Jahrhunderts im Schnitt weniger als 500 Millionen Frauen jährlich einen Bevölkerungszuwachs von 14 Millionen Menschen schafften, sollen in der Mitte des kommenden Jahrhunderts knapp 3 Milliarden Frauen einen jährlichen Zuwachs von nur noch 6 Millionen Menschen verursachen (nochmal zur Erinnerung und zum Vergleich: aktuell beträgt der jährliche Zuwachs deutlich über 80 Millionen Menschen, bei nur 1,5 Milliarden gebärfähige Frauen!). Mit anderen Worten: die Geburtenrate je Frau soll in den kommenden 140 Jahren gegenüber dem aktuellen Wert um fast 97% sinken. Wobei man zusätzlich berücksichtigen muss, dass man annehmen darf, dass die Menschen nach Annahmen der UN&nbsp;in 150 Jahren länger leben, weniger verunfallen und gesünder sind, diese Reduktion also wahrscheinlich noch stärker ausfallen muss.</p>
<p>Liebe UN, wie bitteschön, soll das möglich sein? Womit wird dieser wundersame, dramatische und nie dagewesene freiwillige Geburtenentzug der Frauen begründet?</p>
<p>Was man natürlich auch noch in dieser Tabelle ablesen kann: Seit Anfang des 18. Jahrhunderts, also in den vergangenen 200 Jahren, steigt die durchschnittliche jährliche Zuwachszahl an Menschen kontinuierlich an. Von 2 Millionen je Jahr vor 200 Jahren auf 100 Millionen je Jahr zum Ende des letzten Jahrhunderts. Aber ab diesem Jahrhundert wird alles anders:&nbsp;die Zahl der jährlich hinzukommenden Menschen wird sinken, trotz einer nach wie vor ständig wachsenden Zahl gebärfähiger Frauen! Und zwar auf den Wert, den es zuletzt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab, als es zehnmal weniger gebärfähige Frauen gab, als es in der Mitte des kommenden Jahrhunderts dann geben soll! Ich frage mich, wie das gehen soll. Zwangssterilisationen?</p>
<p>Wenn wir - ganz optimistisch - davon ausgehen, dass die Zahl der Geburten je gebärfähiger Frau tatsächlich in Zukunft ständig und so sehr sinken wird, dass ein jährlicher Zuwachs auf etwa 80 Millionen Menschen, den ungefähren Durchschnittswert der vergangenen 50 Jahre, stabilisiert wird, dann werden wir 2150 nicht 11,5 Milliarden Menschen haben, sondern ungefähr 18 Milliarden Menschen. Und das ist nach meiner Auffassung eine optimistische Schätzung, es würden eher deutlich über 20 Milliarden Menschen sein ... wenn wir nicht derzeit alle der Schlachtbank zuführen würden.</p>
<p>Denn all dies ist pure Theorie. Im Jahr 2150 wird es bestenfalls noch ein paar hundert Millionen Menschen geben. Die anderen Milliarden werden im Krieg der Kriege um die letzten Nahrungsmittelreserven, die letzten Rohstoffvorkommen und die letzten Wasservorräte, der spätestens gegen Ende dieses Jahrhunderts beginnen wird, umgekommen sein.</p>
<p><em><span style="font-size: smaller;">(c) Foto: Norbert Roemers &nbsp;/ pixelio.de</span></em></p>
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		<title>Armageddon</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 00:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe es bereits an anderer Stelle geschrieben: Menschen haben ein Problem mit der Zeit. Dies ist besonders fatal, wenn ein weiteres grunds&#228;tzliches Verst&#228;ndnisproblem hinzukommt. Menschen verstehen die Exponentialfunktion nicht. Sie verstehen die Konsequenz von Wachstum nicht. Das f&#252;r die &#8230; <a href="http://emancipare.org/?p=473">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://emancipare.org/?attachment_id=474" rel="attachment wp-att-474"><img width="300" vspace="2" hspace="2" height="170" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/150097_r_by_klicker_pixelio-klein-300x170.jpg" alt="150097_r_by_klicker_pixelio-klein" title="150097_r_by_klicker_pixelio-klein" class="alignleft size-medium wp-image-474" /></a>Ich habe es bereits an anderer Stelle geschrieben: Menschen haben ein Problem mit der Zeit. Dies ist besonders fatal, wenn ein weiteres grunds&auml;tzliches Verst&auml;ndnisproblem hinzukommt. Menschen verstehen die Exponentialfunktion nicht. Sie verstehen die Konsequenz von Wachstum nicht.</p>
<p>Das f&uuml;r die Zukunft der Menschheit bedrohlichste Wachstum ist das Bev&ouml;lkerungswachstum. Seit etwa etwa 400 Jahren liegt es weltweit immer &uuml;ber 0,5% je Jahr, seit Beginn der Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts immer &uuml;ber 1%. Derzeit liegt es weltweit bei etwa 1,2%.</p>
<p>Das klingt nun nicht besonders dramatisch. Auch nicht, wenn man ausrechnet, dass bei einem st&auml;ndigen Wachstum von 1% die Bev&ouml;lkerung sich alle 70 Jahre, bei 0,5% sogar nur alle 140 Jahre verdoppelt. Dies scheint aber nur so unkritisch, weil wir die Wirkung einer Exponentialfunktion nicht verstehen, und weil wir Zeitr&auml;ume, die &uuml;ber eine Generation hinausgehen, einfach in unserem Bewusstsein ausblenden. </p>
<p>1% Bev&ouml;lkerungswachstum jedes Jahr (das ist der Betrag, den wir seit &uuml;ber 100 Jahren stets - und teilweise deutlich - &uuml;berschreiten) wird dazu f&uuml;hren, dass sich bereits in 500 Jahren die Zahl der Menschen um etwa das 130fache auf dann 1 Billion Menschen erh&ouml;ht. Bei 0,5%, ein Wert, der seit dem 30j&auml;hrigen Krieg nicht mehr unterschritten wurde, und den auch China mit seiner rigorosen 1-Kind-Politik nicht unterschreiten konnte (tats&auml;chlich steigt die Wachstumsrate dort seit fast 10 Jahren wieder), wird diese Zahl in etwa 1000 Jahren erreicht. Und: bei gleichbleibendem Wachstum verdoppelt sich dieser Wert auf dann 2 Billionen bereits nach weiteren 70 bzw. 140 Jahren ...</p>
<p>Auch wenn wir es uns &uuml;berhaupt nicht vorstellen k&ouml;nnen, wie ein oder zwei Billionen Menschen auf unserem Planeten Platz finden sollen, ist dies nicht das eigentliche Problem: Schon viel fr&uuml;her werden wir die wachsende Menschenzahl nicht mehr ern&auml;hren und versorgen k&ouml;nnen. Bereits heute ist die auf dem Planeten f&uuml;r Landwirtschaft verf&uuml;gbare Fl&auml;che ausgereizt, weitere Waldrodungen f&uuml;hren nur zu verst&auml;rkter Erosion und dem endg&uuml;ltigen und zus&auml;tzlichen Verlust von urbarem Boden. Die erreichbaren Vorr&auml;te des Rohstoffs Phosphor, ein wesentlicher und nicht ersetzbarer Rohstoff f&uuml;r Kunstd&uuml;nger und zentraler St&uuml;tzpfeiler der Agrarproduktion, werden nur noch bis etwa Ende dieses Jahrhunderts reichen. Ein Ersatz ist nicht in Sicht. Die prognostizierten Folgen der Klimaver&auml;nderungen sind dann nur noch ein weiterer Aspekt dieses Szenarios.</p>
<p>Wenn sich nicht sehr schnell etwas sehr grundlegend &auml;ndert, werden wir sp&auml;testens gegen Ende dieses Jahrhunderts, wenn mit ca. 15 Milliarden (+/- 1 Mrd) gut doppelt soviele Menschen auf unserem Planeten leben werden wie heute, einen Krieg um Nahrung, Wasser und Ressourcen f&uuml;hren, der alle bisherigen Kriege in den Schatten stellen wird. Das einzig &quot;Positive&quot; wird dann sein, dass bis dahin &Ouml;l und Metalle soweit verbraucht sind, dass kein Material mehr f&uuml;r die Produktion und den Betrieb von Kriegswaffen heutiger Technologie verf&uuml;gbar sein wird. Dieser Krieg wird wieder zu Pferde und mit dem Schwert enden.</p>
<p>Ausl&ouml;ser wird der Zusammenbruch des Weltwirtschafts- und Finanzsystems sein, weil das f&uuml;r dessen Funktionieren notwendige (um die Mittel f&uuml;r Zinszahlungen erwirtschaften zu k&ouml;nnen) Wirtschaftswachstum von global mindestens ca. 3% angesichts schwindender Ressourcen nicht mehr lange aufrechterhalten werden kann (das durchschnittliche globale Wirtschaftswachstum der letzten 60 Jahre lag &uuml;brigens bei ca. 4,7% p.a.). Mit (nur) 3% Wirtschaftswachstum werden wir gegen Ende dieses Jahrhunderts etwa 15 mal soviel auf unserem Planeten produzieren m&uuml;ssen, wie wir es heute tun. Dies ist schlichtweg unm&ouml;glich, und damit wird sich das Wirtschaftssystem als unm&ouml;glich erweisen und kollabieren.</p>
<p>Angesichts dieser Situation haben wir nunmehr nur noch wenige Optionen:</p>
<p>1. Wir tun nichts. Ende dieses Jahrhunderts werden ca. 15  Milliarden Menschen (+/- 1 Mrd.) um die verbliebenen Ackerbaufl&auml;chen,  Trinkwasservorr&auml;te und Ressourcen einen Krieg f&uuml;hren, wie es ihn in der  Geschichte der Menschheit noch nicht gegeben hat, und in dem der Gro&szlig;teil  der Menschheit verhungern, verdursten, an Krankheiten sterben, oder im Krieg als  Soldat oder ziviler Kollateralschaden get&ouml;tet wird. Sofern  die Nuklearstaaten ihre Waffen nicht einsetzen, werden nach einigen  Jahrzehnten Krieg die verbliebenen 1 bis 2 Mrd. Menschen im Rahmen einer  Gesellschaft irgendwo zwischen Mad Max und Auenland versuchen eine neue  Zivilisation aufzubauen. Zu Pferde. Der Preis f&uuml;r dieses Nichtstun sind mehr als 10 Milliarden Kriegsopfer, &uuml;ber 10 Milliarden Menschen die vergiftet, verbrannt, erschossen, zu Tode gefoltert werden, oder einfach verhungern oder an Krankheiten und Verletzung sterben, weil es kein Essen, kein Wasser, keine medizinische Versorgung mehr gibt.</p>
<p>2. Wir investieren mit einer  nie gekannten Konsequenz und in einem gewaltigen Umfang Geld in die  Erfindung neuer technologischer Wunder (welcher auch immer), die es  unserem Planeten erm&ouml;glichen bis zum Ende des &uuml;bern&auml;chsten Jahrhunderts  50 Milliarden Menschen zu ern&auml;hren und zu versorgen  (Bev&ouml;lkerungswachstum ist geometrisches Wachstum!). Danach werden auch  technologische Wunder nicht mehr helfen. Den Anfang k&ouml;nnte z.B. die  Umwidmung der j&auml;hrlich etwa 1,5 Billionen USD machen, die weltweit  derzeit f&uuml;r Krieg und Milit&auml;r ausgegeben werden. Wenn die Rettung der  Banken (und damit der Verm&ouml;gen der Reichen) weltweit eine knappe Billion  USD aktivieren konnte, dann sollte die Rettung der Menschheit dies erst  recht erm&ouml;glichen. Dies w&uuml;rde uns etwa vielleicht 100 Jahre zus&auml;tzliche Zeit verschaffen, eine letzte Gnadenfrist um das Problem zu l&ouml;sen.</p>
<p>3. Wir f&uuml;hren weltweit die  Zwangssterilisation ein. Jede Frau darf zwei Kinder  geb&auml;ren und wird danach sterilisiert. Kindersterblichkeit durch  Geburtsprobleme, Unf&auml;lle oder Krankheiten wird ausgeglichen durch Menschen, die sich  diesem Zwang irgendwie entziehen k&ouml;nnen. Im Ergebnis wird die  Bev&ouml;lkerung unseres Planeten dann bei etwa 7 bis 8 Mrd. Menschen stabilisiert,  wenn dies in den n&auml;chsten Jahren durchgesetzt wird. Wenn wir dann  gleichzeitig beginnen, Konsum und Energieverbrauch zu stigmatisieren und  kriminalisieren und damit vor allem in den Industriel&auml;ndern um Gr&ouml;&szlig;enordnungen zu reduzieren, haben wir eine Chance, dass unsere Zivilisation  solange &uuml;berlebt, bis neue Technologien eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von Menschen  m&ouml;glich machen.</p>
<p>4. Wir schaffen ein Ventil f&uuml;r die  &Uuml;berbev&ouml;lkerung, das hei&szlig;t, wir beginnen sofort daran zu arbeiten, dass  Menschen in gro&szlig;er Zahl den Planeten und das Sonnensystem verlassen  k&ouml;nnen. Ein Terraformen des Mars wird nicht reichen (geometrisches  Wachstum der Bev&ouml;lkerung!), wir m&uuml;ssen tausende von Generationenschiffen  bauen, in denen jeweils hunderttausende von Menschen &uuml;ber Jahrhunderte oder Jahrtausende leben k&ouml;nnen auf der Suche nach alternativen Planeten au&szlig;erhalb unseres Sonnensystems. Dass auf diesen  Schiffen eine strenge Geburtenkontrolle und nachhaltiges  (wachstumsfreies) Wirtschaften erforderlich ist, versteht sich von  selbst. </p>
<p>5. Wir entwickeln ein v&ouml;llig neues globales  Gesellschaftssystem, dessen politische Ordnung und wirtschaftliches  System auf Vernunft, Nachhaltigkeit und Selbstbeschr&auml;nkung aufbaut, und  die Weltbev&ouml;lkerung dahingehend &uuml;berzeugend schult und motiviert, dass  sie freiwillig nur noch nachhaltig konsumiert und sich nur noch  kontrolliert vermehrt. </p>
<p>Ignorieren wir Option 2 bis 5, dann tritt Option 1 ein, dann beteiligen wir uns heute am gewaltsamen Tod von mehra als 10 Milliarden Menschen im kommenden Jahrhundert. Das ist so unvermeidlich, dass man das mit einfachster Mathematik ausrechnen kann. Der WWF hat dies bereits getan und kommt zum Schluss, das bereits ab 2035 der weltweite Bedarf an Nahrung, Energie und Fl&auml;che das Leistungsverm&ouml;gen unseres Planeten um das Doppelte &uuml;bersteigt. Dies kann nur vermieden werden, wenn wir <strong>heute </strong>beginnen  die notwendigen Ma&szlig;nahmen einzuleiten.</p>
<p>Die Vereinten Nationen haben dies auch erkannt, und als Ma&szlig;nahme dagegen festgestellt, dass bis zum Jahr 2050 das Bev&ouml;lkerungswachstum auf etwa 0,35% sinken wird. Wie das erreicht werden soll, ist f&uuml;r mich nicht nachvollziehbar (siehe das Ergebnis von Chinas drastischer 1-Kind-Politik), und ich habe bisher auch keine diesbez&uuml;gliche Erkl&auml;rung der UN gefunden, aber auch wenn dies tats&auml;chlich eintreten sollte, dann &auml;ndert das nichts: Die Zahl von 1 Billion Menschen wird dann zwar erst in etwa 1300 Jahren erreicht, der Krieg um Nahrung, Wasser und planetarische Ressourcen verz&ouml;gert sich damit aber um nur vielleicht 50 Jahre, wenn &uuml;berhaupt, weil die Bev&ouml;lkerung bis zum Ende dieses Jahrhunderts dennoch um mehrere Milliarden steigt und die verf&uuml;gbaren Ressourcen dennoch bis dahin versiegen.</p>
<p>Wir stehen an der Schwelle zum Armageddon, wissen es, k&ouml;nnen es mit einfachsten Mitteln ausrechnen und prognostizieren, aber wir verschlie&szlig;en die Augen und tun nichts. Unsere Spezies wird diese Katastrophe vielleicht &uuml;berleben, wenn keine der Atomm&auml;chte Nuklearwaffen in dem kommenden Krieg einsetzt, aber der weit &uuml;berwiegende Teil der Menschheit wird an Krankheiten sterben, verhungern oder get&ouml;tet. Milliarden Menschen. Unsere Generation, und die zwei oder drei vor uns, sind schuld daran, weil wir in wahnsinniger Habgier und V&ouml;llerei alles verbrauchten und verbrauchen, was unser Planet hat, und uns hemmungslos und verantwortungslos explosionsartig vermehren. Wir k&ouml;nnen nur hoffen, dass es tats&auml;chlich keinen Gott gibt, der uns daf&uuml;r richten wird.<span class="postbody"> </span></p>
<p><span class="postbody">Ich w&uuml;rde mich freuen, wenn jemand dieses Szenario, diese Analyse, mit Fakten anstatt mit Spekulation und Wunschdenken als falsch widerlegt.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: smaller;"><em>(c) Foto: Klicker / pixelio.de</em></span></p>
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		<title>Es gibt keine größere Sünde</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 09:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Rabert]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><img height="285" width="285" src="http://emancipare.org/wp-content/uploads/384208_r_by_ingo-anstotz_pixelio-klein1-285x300.jpg" alt="384208_r_by_ingo-anstotz_pixelio-klein1" title="384208_r_by_ingo-anstotz_pixelio-klein1" class="alignleft size-medium wp-image-390" />Menschen haben ein Problem mit der Zeit. Wir vergessen schnell, und wir denken nur an die unmittelbarste Zukunft. Die meisten Menschen kennen nicht einmal die Vornamen ihrer Urgro&szlig;eltern, die sie m&ouml;glicherweise sogar als Kind noch kennengelernt haben. Eine Planung, die &uuml;ber den n&auml;chsten 10-Jahreszeitraum hinausgeht, ist f&uuml;r viele unvorstellbar. Wie undenkbar ist da eine Planung, die sich &uuml;ber mehrere Generationen oder gar &uuml;ber mehrere Jahrtausende erstreckt?</p>
<p>Die Frage ist: Was machen die Menschen, was macht die Menschheit in 10.000 Jahren, und was k&ouml;nnen wir bereits heute tun, um das menschliche (&Uuml;ber)Leben in dieser fernen Zeit - und in all den Jahren dazwischen - so angenehm wie m&ouml;glich zu machen? Die Antworten auf diese Frage w&uuml;rden gleichzeitig sehr viele existenzielle Probleme unserer Zeit l&ouml;sen, denn sie werden zwangsl&auml;ufig zu zwei Dingen f&uuml;hren: Das Ende der Nationalstaaten und der Beginn eines verantwortungsvollen Umgangs mit planetarischen Ressourcen.</p>
<p>In der Geschichte der Menschheit gibt es eine Konstante: Expansion. Neugier und Bev&ouml;lkerungswachstum treiben uns dazu. Die Menschen sind Entdecker und Besiedler, sei es aus Neugier, sei es als Notwendigkeit um einer &uuml;berbev&ouml;lkerten Region zu entkommen. Dies hat auch &uuml;ber Jahrzehntausende bis vor wenigen hundert Jahren noch hervorragend funktioniert. Es gab genug Unbekanntes zu entdecken um die Neugier zu befriedigen, und es gab genug noch unbesetzten aber besiedelbaren Raum um auszuweichen.</p>
<p>Heute ist das nicht mehr so. Auf der Erde gibt es praktisch nichts Unbekanntes mehr zu entdecken, es gibt keine unbesiedelten und gleichzeitig unmittelbar bewohnbaren Gebiete mehr. Die Grenzen der Expansion sind erreicht - und unser Planet geht daran zugrunde. Die Menschen nutzen die Erde nicht mehr, sie verbrauchen sie.</p>
<p>Es ist so ziemlich jedem klar, dass dies so keine weiteren 10.000 Jahre funktionieren kann, geschweige denn noch weitere 10 Millionen Jahre. Auf dem eingeschlagenen Weg vernichtet die Menschheit sich selbst, weil sie nicht l&auml;nger als einige wenige Jahrzehnte im Voraus denken will - und weil sie sich nicht als Art begreift, sondern als Individuen, bestenfalls als &uuml;berschaubare Gr&uuml;ppchen wie Familien oder Nachbarschaften.</p>
<p>Wir denken bei dem was wir heute tun nicht daran, wie sich dies auf das Leben unserer Nachfahren in einigen hundert oder vielen tausend Jahren auswirken wird. Durch unsere Kurzsichtigkeit und Verantwortungslosigkeit zerst&ouml;ren wir heute das Leben unserer Urenkel. Die Menscheit wird garantiert untergehen, und wir schauen tatenlos zu:</p>
<ul>
<li>Bev&ouml;lkerungswachstum und der damit einhergehende Ressourcenverbrauch wird bereits in wenigen hundert Jahren ein Leben auf der Erde, wie wir es heute kennen und wie die unterentwickelten L&auml;nder es anstreben, unm&ouml;glich machen.</li>
<li>Es ist statistisch sicher, dass irgendwann in den n&auml;chsten wenigen Millionen Jahren wieder ein gro&szlig;er Asteorid die Erde trifft, der die menschliche Zivilisation zerst&ouml;ren wird. Es ist nicht die Frage ob dies passieren wird, sondern wann. Es gibt keinen Grund, warum dies nicht n&auml;chstes Jahr sein k&ouml;nnte.</li>
<li>In etwa 1 Milliarde Jahren wird unsere Sonne so hei&szlig; geworden sein, dass diese Hitze Leben auf der Erde unm&ouml;glich machen wird. Wenn die Menschheit dann noch ausschlie&szlig;lich auf der Erde ist, wird sie vergehen. Sp&auml;ter wird die Sonne explodieren, was f&uuml;r ein &Uuml;berleben der Menschheit einen Exodus nach au&szlig;erhalb unseres Sonnensystems erforderlich machen wird.</li>
</ul>
<p>Die L&ouml;sung ist klar: Die Menschheit wird weiter expandieren (m&uuml;ssen), weil ihre Zahl weiter steigen wird. Unser Planet kann diesen Expansionszwang und -drang nicht mehr befriedigen. Wir m&uuml;ssen uns daher in die Lage versetzen unseren Planeten zu verlassen. Dies ist keine Science Fiction, wir tun das bereits. Wir waren auf dem Mond, haben eine Raumstation, planen die Reise zum Mars, und haben die ersten Satelliten auf eine Reise au&szlig;erhalb unseres Sonnensystems geschickt.</p>
<p>Die Planeten, Monde und Asteoriden in unserem Sonnensystem bieten mehr als genug Ressourcen f&uuml;r eine deutlich gr&ouml;&szlig;ere Menschheit. Wir m&uuml;ssen die Technologie entwickeln, die ein Leben ausserhalb der Erde erm&ouml;glicht, um einer vielfach zahlreicheren Bev&ouml;lkerung Platz zum Leben anzubieten. Wir m&uuml;ssen uns in die Lage versetzen, unseren Planeten vor gro&szlig;en Himmelsk&ouml;rpern, die sich auf Kollisionskurs befinden, zu sch&uuml;tzen. Schlie&szlig;lich m&uuml;ssen wir es irgendwann schaffen in gro&szlig;er Zahl unser Sonnensystem verlassen zu k&ouml;nnen.</p>
<p>Dies alles sind Ziele, die die Menschheit als Ganzes betreffen. Die Komplexit&auml;t der damit verbundenen Aufgaben, der Umfang an erforderlichen Talenten und Ressourcen sind so gewaltig, dass dies nicht von einem einzelnen Staat oder Staatenverbund geleistet werden kann. Die gute Nachricht ist, dass die Menschheit die Voraussetzungen schaffen kann, um den eingeschlagenen Weg zur Selbstvernichtung zu verlassen. Sie muss sich nur daf&uuml;r entscheiden. Diese Entscheidung wird aber nicht von den M&auml;chtigen in Politk, Religion oder Wirtschaft getroffen, denn sie w&uuml;rde dazu f&uuml;hren, dass diese wenigen tausend Menschen ihre Privilegien verlieren. Den M&auml;chtigen unserer Zeit sind V&ouml;llerei und Luxus in ihrem jetzigen Leben wichtiger als die Zukunft der Menschheit.</p>
<p>Die Realit&auml;t der heutigen menschlichen Zivilisation ist kein Naturgesetz. Die Menschheit kann jederzeit und ohne Aufwand aufh&ouml;ren sich selbst zu zerst&ouml;ren, sie braucht nur zu beginnen statt in Jahrzehnten in Jahrtausenden zu denken. Sie braucht nur zu beginnen, nicht die Erde, sondern unsere Galaxie, das Universum als ihren Lebensraum zu begreifen. Angesichts der Gewaltigkeit dieser Vorstellung werden die Konflikte und Probleme der M&auml;chtigen auf unserem Planeten zu dem reduziert, was sie im Gef&uuml;ge von Raum und Zeit des Kosmos tats&auml;chlich sind: Alberne Streitereien von dummen Kleinkindern im Sandkasten. Die Gesamtheit der Menschheit muss beginnen ihre ungezogenen Kinder zu erziehen, und deren Zerst&ouml;rung unseres Planeten und der Zukunft unserer Kinder und Enkel zu beenden.</p>
<p>Die Menschheit muss sich (ver)einen, um das &Uuml;berleben der eigenen Art langfristig zu sichern. Es gibt keine Alternative dazu. Wer mit nationalistischem, religions-separatistischem, oder besitzstandswahrendem Denken aktiv Menschengruppen voneinander trennt statt sie zu einen, wer die Ressourcen der Erde besitzen will statt sie gerecht unter allen zu verteilen, wird im Geschichtsbuch unseres Universums als R&auml;delsf&uuml;her am Genozid an der Menschheit verzeichnet werden. Wer darum wei&szlig; und dennoch nichts tut, duldet diesen Genozid stillschweigend und wird dadurch Mitt&auml;ter. Es gibt keine gr&ouml;&szlig;ere S&uuml;nde.</p>
<p><span style="font-size: smaller;"><em>(c) Foto: Ingo Anst&ouml;tz / pixelio.de</em></span></p>
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